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DRITTE BEILAGE. D.
vor allen eine hohe Bedeutung für uns gewinnt, wollte der Künstler nicht unberührt lafsen,um so weniger, da die erste Reimzeile des alten Liedes dieses Verhältnis hervorhebt.
In dem gegenüber stehenden Felde sehen wir Hagen, dem die Meerweiber den Untergangder Nibelungen-Helden vorhersagen. Das Meerweib links, welche Hagen belogen, um denSchleier wiederzubekommen, verhöhnt denselben, während die andre nun die Wahrheit sagt '.
Vier kleine Deckengemälde bezeichnen die Haupttheile des Liedes.
Das erste zeigt die beiden Brautpaare, Günther und Brunhild, Siegfried und Chriemhild,mit Gefolge nach dem Wormscr Dome ziehend.
Das zweite, Siegfrieds Leichenzug, von Hagen angeführt.
Das dritte stellt uns Chriemhildens Rache vor Augen.
Das vierte, die Klage.
Sowie diese vier Bilder dem Beschauer einen Überblick gewähren über den ganzen Um-fang der Dichtung, so deuten sie auch die Gegenstände an, welche in den folgenden Sälendargestellt werden.
An den Wänden erscheinen einzelne Gruppen (nach den verschiedenen Räumen zu zweioder drei); die Hauptgestalten der Dichtung:
An der ersten Wand, Günther und Brunhild; Siegfried und Chriemhild.
An der zweiten Wand, Hagen, Volker und Dankwart 2 .
An der dritten Wand, Dietrich von Bern und Hildebrand; Etzel und Rüdiger.
An der vierten Wand, Siegmund und Siegelind; Giselher und Gcrnot.
Den Fenstern gegenüber, an der zweiten Wand, sehen wir noch, in kleinerem Maafsstabeumgeben von Arabesken, den treuen Eckewart und den Zwerg Alberich.
In Bezug auf alle die genannten Gestalten ist noch zu bemerken, dafs in keiner der Grup-pen irgend ein Auftritt aus dem Liede vorgestellt, wohl aber mancher angedeutet wird. DerTeppich, welcher den Figuren als Hintergrund beigegeben ist, enthält hei Wiederholung dermeisten Zieraten die Wappen der vorgestellten Helden.
In den Stuckverzierungen der Decke sind ebenfalls die Wappen der Hauptheldtm ange-bracht. Das Weinlaub soll die Rheinische Heimat der Nibelungen-Burgundcn andeuten.
ZWEITER SAAL.
SIEGFRIEDS LEBEN.
Die in drei Theile geschiedenen Halbrund-Felder über dem Wandgesimse geben den An-fangs- und Endpunkt der Darstellungen.
Dem Fenster gegenüber zeigt sich Siegfrieds erste Ankunft in Worms.
In dem andern, Siegfrieds Heimkehr zu seinen Eltern mit Chriemhilden.
In sechs Lünetten, ebenfalls über dem Wandgesimse, sind die Kampfspiele vorgestellt, welchedurch Günthers und Siegfrieds Vermählung veranlafst wurden, und zwar sehen wir auf dereinen Seite die Spiele der Knechte, auf der andern die der Ritter.
Die Gegenstände der Hauptbilder sind folgende:
1) Wie Siegfried aus dem Sachsenkriege mit den gefangenen Königen zurückkömmt.
' Vergl. die Abbildung oben S. 323.2 Vergl. die Abbildung oben S. 316.