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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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WIEN.

KARL AGRICOLA, im Historienfache.

JOSEPH AXMANN, besonders in Landschaften.

THOMAS BENEDETTI, im Historienfache.

PAUL GLEDITSCH, desgleichen.

JOSEPH EISSNER, geboren 1788 zu Wien, einer der besten Kupferste-cher des Historienfaches, und mit B. Höfel um die Wiederaufnahme derHolzschneidekunst in Wien höchst verdient *.

BLASIUS HÖFEL, geboren 1792 zu Wien; ein äufserst verdienstvollerdenkender Künstler. Er ist es, dem die Holzschneidekunst in Österreich einneues Dasein verdankt, für welche er, in Verbindung mit J. Eifsner, eineaufopfernde und begeisterte Thätigkeit beurkundet. Waren früher bis zumJahre 1830 in dieser Kunst nur äufserst rohe Versuche gemacht worden,wovon nur die Arbeiten Eberhards in Kronenburg, und Karmighals undKosandiers eine Ausnahme bildeten, so gelang es Höfeis unermüdetem Stre-ben, durch mannigfache Unternehmungen sogar eine Schule zu gründen,aus welcher bereits mehrere rühmlich bekannte Holzschneidekünstler, wieBUEMANN, SEIPP, TEPPLAR, ZASTERA u. A., hervorgegangen. HöfeisHauptwerke in dieser Kunst selbst sind: Alte Frau nach Waldmüller, inHolz, und »siebente Plage«, in Elfenbein geschnitten**.

* Die in Wien befolgte Behandlung des Holzschnittes scheint mir nicht der Natur dessel-ben angemefsen. In dieser Hinsicht bieten England und Frankreich befsere Muster dar; über-dies liefert auch unser Lödel in Göttingen fortwährend treffliche Arbeiten dieser Art. Manmufs nicht in Holz schneiden wollen, wie man in Kupfer oder Stahl sticht. Die freie undleichte Behandlungsart der Engländer und Franzosen hat ihre sehr grofsen Vorzüge, wie wirz. B. an Thompsons Don Quixote in diesem Werke (Bd. I. S. 230.) sehen. Das Muster,welches uns Rolands Tod von Andrew, Best und Leloir (in demselben Bande S. 194.) dar-bietet, ist nicht minder empfehlenswerth; endlich der Weihnachtsabend von Lödel, nach Hefs(im vorliegenden Bande, S. 258.), nähert sich der Behandlungsart Dürers und Holbeins an,und dient in vielen Fällen zum Vorbilde. Die Wahl unter diesen verschiedenen Behand-lungsarten ist abhängig von der Eigcnthümlichkcit des Künstlers oder des gegebenen Gegen-standes, und vom Style des Urbildes. (Anmerkung des Verfafsers dieses Werkes.)

Diese beiden Arbeiten sind in der That erstaunlich, als Beispiel überwundener Schwie-rigkeiten, sie können jedoch meine Meinung in dieser Hinsicht nicht wankend machen; siedienen vielmehr zur Bestätigung des oben Gesagten. (Ahm. des Verfafsers dieses Werkes.)