Druckschrift 
2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
Entstehung
Seite
623
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

623

WIEN.

Wien von jeher alle Historienmaler auch zugleich Porträtmaler waren, undhierin einen bedeutenden Namen errangen, wie dieses bei Füger, Maurer,Kranit, Kupelwieser u. a. der Fall ist. Es werden daher hier nur jene ge-nannt, die sich diesem Fache ausschliefsend oder doch hauptsächlich zu-gewendet haben. Sie sind:

FRIEDRICH AMERLING, geboren 1803 zu Wien, Zögling der Akademieunter Füger; bildete sich im Porträtfache nach Th. Lawrence, dessen Werkeer zu London sah; im Jahre 1832 von Rom nach Wien zurückberufen,muste er das Bildnis des Kaisers Franz I. in kolossaler Gröfse ausführen.Seinen Ruf erwarb und befestigte er sich hauptsächlich durch das Bildniseiner Fürstin Auersperg, und er ist wohl gegenwärtig der erste Porträtma-ler Wiens. In der diesjährigen Ausstellung hat er sich durch das vielbe-wunderte Helldunkel, in mehreren seiner Bilder wiederholt, ungemeinenund ungetheilten Beifall errungen. Er ist so sehr in Anspruch genommen,dafs er im Stande war, eine eigene Malerschule von 10 bis 12 Schülernzu gründen, an deren Spitze er gegenwärtig steht.

FRANZ BISENIUS.

KARL BROCKY, bereits erwähnt.

ADALBERT CHORINSKY.

EÜSTACH EHOINSKY.

JOHANN ENDER, geboren 1793 zu Wien; seit 1830 Professor an derAkademie; ausgezeichnet in Öl- und Aquarellporträten. Besonders von demhohen Adel vielfach beschäftigt.

FRANZ EYBL, zugleich glücklicher Genremaler und ausgezeichneter Li-thograph.

LEOPOLD FERTBAÜER, Custos der fürstlich Lichtensteinischen Galerie.

LEOPOLD GROSS.

ANTON HICKEL, lange verstorben.

HEINRICH HOLLPEIN.

EDUARD KLIEBER.