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WIEN.
besonders in einer ausgezeichneten Technik, worin Waldmüller durch seineVielseitigkeit und durch seine Stellung hauptsächlich auf die jüngeren Künst-ler einen mächtigen Einflufs ausübt. Am hervorragendsten unter diesendürften genannt werden: E. Ritter; besonders aber M. Neder, dessen Werke,in Teniers Manier gemalt, obgleich noch etwas hart, dennoch eine Charak-teristik und Wahrheit der Anschauung besitzen, die in den Werken derübrigen Künstler dieses Faches nur selten zu finden ist. Das vielseitigsteGenie bleibt aber hierin Gauermann, der jedoch dieses Fach nicht aus-schliefsend bearbeitet.
III.
PORTRÄTMALER.
Der Porträtmalerei sind in Wien die Umstände stets günstig gewesen,und immer haben die Künstler dieses Faches, wie LUYX, AUERBACH,KUPETZKY, STAMPAERT, HÄNDL, MEYTENS und MARON Gelegen-heit gehabt, sich auszuzeichnen. Aber erst Professor JOH. BAPT. Ritterv. LAMPI hat sich hierin einen Namen erworben, der den Ruf der meistenseiner Zeitgenofsen, selbst jenen Fügers übertraf. Im Jahre 1752 zu Ro-meno in Tyrol geboren, malte er anfangs historische Gemälde, verlegtesich aber späterhin gänzlich auf die Porträtmalerei, wodurch er sich, be-sonders während seines Aufenthalts in Rufsland, ein grofses Vermögen er-warb. Seit 1786 Professor und Rath der Akademie, konnte er seiner Zeitals Wiens Largilliere betrachtet werden. Er starb 1830 zu Wien in hohemAlter. Den ererbten Ruhm erhielt sein Sohn gleiches Namens, geboren1775 zu Trient, gestorben 1837 zu Wien, von welchem die k. k. Gemäl-degalerie eine schön gemalte liegende Venus im Fügerschen Geschmackebesitzt.
Bei der Aufzählung der Porträtmaler mufs man nicht vergefsen, dafs in