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WIEN.
und durch Altdeutsche Manier nach und nach fast ungeniefsbar gewor-den sind.
Unter seinen Kindern hat sich Clementine Rufs durch sehr hübsche Hand-zeichnungen, und Leander Rufs, nebst mehreren anderen Gemälden, heuerdurch ein grofses Bild aus der zweiten Türkenbelagerung Wiens bekanntgemacht, worin er sich aber gänzlich der materiellen Auffafsung und An-schauung zuwendete.
EDUARD SCHALLER, geboren 1803 zu Wien; längere Zeit zu Prag,Rom und München lebend; in der vorjährigen Ausstellung sah man vonihm den wilden Jäger und eine Gesetzgebung auf Sinai. Gehört zur reli-giösen Schule, mit einer Hinneigung zum Romantischen.
JOHANN SCHEFFER VON LEONARDSHOF, geboren 1795 zu Wien,ein wahres künstlerisches Genie, und gewiss einst eine Zierde DeutscherKunst, hätte ihn nicht ein allzufrüher Tod dahin gerafft. Seine todte Cä-cilia von zwei Engeln betrauert, im Belvedere, ist eine herrliche Schöpfungvon so schöner Composition, von solcher Zartheit des Gedankens und In-nigkeit des Gemüthes, wie man sie nur bei Rafael findet, den er sich, wieer ihm auch durch seinen frühen Tod glich, zum Muster genommen zuhaben scheint. Von dürftigen Eltern geboren, aber mit einer seltenen An-lage für Malerei und Tonkunst begabt, wüste er bald die Aufmerksamkeitdes Franz Grafen von Salm-Reifferscheid, Fürstbischofs zu Gurk, auf sichzu ziehen, mit dessen Unterstützung er schon mit 15 Jahren nach Italienreiste. Später ging er, von Wien aus, wo er, wie bereits erwähnt, Over-becks Kunstansicht und Streben fast ganz allein aufrecht erhielt, abermalsnach Italien und Rom, wo ihn Papst Pius VII., dessen Bildnis er malte,zum Christusritter ernannte. Er starb zu Wien, noch nicht 27 Jahre alt.Seine vorzüglichsten Werke, aufser dem bereits angeführten Bilde, sind:eine Heilige Cäcilia, die Orgel spielend; Madonna mit dem Kinde; Kopfder Heiligen Katharina; ein Apostel Andreas, Altarblatt; die Heilige Ludo-vika; Madonna mit dem Kinde in einer Landschaft, u. a.