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ANGE vermochte die Kunst in Wienkeinen festen Fufs zu fafsen, und es konntewohl auch eine in der äufsersten Mark Deut-scher Lande einsam liegende Stadt, welchelange als Deutschlands Vorhut gegen die krie-gerischen Ungarn galt, und noch im Jahre1683 von den alles verheerenden Türken be-lagert und halb zerstört ward, der bildendenKunst keine Heimat, kein schirmendes Ob-dach gewähren. Zwar besafs Wien schon imAnfange des 18. Jahrhunderts einige sehr ge-feierte Künstler, wie Kupetzky, Auerpach,und Stampaert im Bildnismalen, Faistenbergerund Orient im Fache der Landschaften, Fergin Conversationen, und Werner Tamm in Blu-men, Früchten und Stillleben; zwar hattenmehrere Männer des hohen Adels, vor allen
* Auch dieses, im Jahre 1838 geschriebene Kapitel ist nicht von dem Verfafscr diesesWerkes.