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KARLSRUHE.
abgewendet von dem bisherigen Weg, oder wenn sie dieses aus sich selbstgethan hatten, in ihrem neuen Streben bestärkt. Aber auch auf bildendeKunst überhaupt hat Hübsch kräftig fördernd eingewirkt, sowohl durchseine Werke (und welche Kunst wirkt mächtiger, als die Architektur, aufwelche alle anderen sich gleichsam stützen), als durch seinen auf weitenReisen, welche bis nach Griechenland und Constantinopel reichen, ausge-bildeten Kunstverstand. Wie scharf dieser ist, kann man zum Theil ausseiner früheren Schrift sehen: »In welchem Styl sollen wir bauen?«, worinsich, nebenbei bemerkt, eine grofse Vorliebe für den Byzantinischen Stylzeigt. Wir glauben Hübsch zu den grösten jetzt lebenden Architekten un-bedingt zählen zu müfsen, der früher als viele andere, z. B. MünchnerArchitekten, die Antikenidololatrie verwarf, und einen individuellen Wegeinschlug. Wir können für die Kunst im Allgemeinen nichts mehr wün-schen, als dafs seinem fruchtbaren Geiste so viel als möglich Gelegenheitgegeben werde, seinen Ernst und seinen Reichthum zu entfalten.
J. EISENLOHR, aus Freiburg, brachte aus Italien eine ähnliche Richtungwie Hübsch mit. Er hat leider bisher nur ein öffentliches Gebäude auf-geführt, eine Todtenkapelle auf dem hiesigen evangelischen Kirchhofe, dieuns ihrer Bestimmung ganz zu entsprechen scheint. Ihr Äufseres ist dasBild des Grabes, wie es dem natürlichen Menschen erscheint, »fest undlastend«, während ihr Inneres in leichten Spitzbogen, wenn es, wie sol-ches der Architekten Plan ist, mit auf die Auferstehung bezüglichen Fres-ken verziert wird, dem Christen den Tod als ein Emporschweben zu Hö-herem zeigt. Eisenlohr ist ein sehr vorzüglicher Landschaftzeichner. Erwirkt mit grofsem Beifall und Erfolg als Lehrer der Architektur an derhiesigen polytechnischen Schule.
J. FISCHER und BERGMÜLLER, welch letzterer sehr schön zeichnensoll, und Andere, deren Anführung der Raum uns nicht gestattet, zeich-nen sich vielversprechend aus.
Die wenigen Bildhauer Badens, RAUFER, der sich von einem einfachen
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