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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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KARLSRUHE.

Kiuistverein schritthaltende Wachsen des hiesigen, und die bedeutendenKünstler, welche Baden in kurzer Zeit hervorbrachte, beweisen. Wir nen-nen hier unter andern nur die Maler K. Kuntz, E. Fries, Rottmann, dieKupferstecher Haldenwang und Frommel, den Architekten H. Hübsch.

Der Grund, warum sich die Badenser eingebornen Maler bisher vorzüg-lich im Landschaftlichen auszeichneten, liegt wohl theilweise in den über-wältigend schönen Gegenden dieses Landes, dann aber auch in dem bishe-rigen gänzlichen Mangel an Gelegenheit, sich im Lande selbst für das hö-here Geschichtsfach auszubilden. Gesegnet mit einem Fürsten, wie demjetzt regierenden, welcher durch seine Handlungen beweist, dafs er allesGute und Schöne nach Kräften fördern will, wofür, nebst vielfachen Be-stellungen und Ankäufen von Kunstwerken, der Bau eines neuen Akademie-gebäudes sprechend zeugt, wird Baden, so wie bisher im Landschaftlichen,bald in jedem Fache der Malerei Eingeborne aufzuweisen haben, die einergeschichtlichen Dauer würdig sind.

Wir geben nun dem Leser, gleichsam zum Beleg des im Eingange Ge-sagten, eine nähere Würdigung der neueren Künstler, einheimischen undfremden, welche sich hier hervorthaten, und bitten die erwähnten Künst-ler, etwa vorkommenden Tadel als eine Anerkennung ihrer Fähigkeit, ihn

in Zukunft zu vermeiden, anzusehn.

J. FEODOR, gestorben 1827, war ein Kalmuck, und bei solchem ist esimmer zu bewundern, dafs er, der so wenig Menschliches hatte, Gestal-ten hervorbringen konnte, wie sich in seinen wirklich charakteristischenBacchanalien finden.

K. FOHR aus Heidelberg, gestorben 1818, zeigte in seinen Entwürfeneins der grösten Talente neuerer Zeit. Er war gleich begabt in Figuren,wie in Landschaften. Schreiber dieses sah eine kleine flüchtige Federzeich-nung von ihm in Rom (eine Heilige Elisabeth, Almosen vertheilend), welcheihm den Stempel echter Genialität zu tragen schien; wenn man unter demWorte »Genie« die unmittelbare Anschauungsfähigkeit versteht, wie z. B.