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NÜRNBERG.
Andenken, was seine Vaterstadt von ihm bewahrt hat, und eins seinerschönsten Werke ist das Bildnis Holzschuhers, welches noch in dessenHause und Geschlecht aufbewahrt wird, und welches man noch unberührtnennen könnte, wenn man nicht unglücklicherweise den Grund des Gemäl-des mit einförmigem Grau neu überpinselt hätte. Nichts Befseres ist je-mals im Fache des Bildnisses gemalt worden. Der Kopf und die Gewan-dung sind sorgfältig modelliert und ins feinste Einzelne ausgeführt: gleich-wohl mufs man nicht denken, dafs Dürer in diesem Bildnisse, wie überhauptin seinen Werken, eine zu kleinliche Sorgfalt zeigt, etwa wie man sie inden Bildnissen von Denner wahrnimmt: Dürer bewahrt überall in seinenWerken jenes Gepräge der Hoheit, welches den Geschichtsmaler macht.
Dieses Bildnis hält, wie ich glaube, das rechte Maafs in Hinsicht derfeinen Ausführung und Modellierung: es ist ein wahres Musterbildnis.
Hier befindet sich auch ein Album, genannt »Dürersches Stammbuch«,welches im Jahre 1828 angelegt worden, und eine grofse Menge Zeichnun-gen und Kupferstiche von Deutschen Künstlern unserer Zeit enthält, derenAufzählung zur Vervollständigung der Nachrichten dienen kann, welchedieses Werk über die grofse Anzahl der Künstler liefern soll, die gegen-wärtig in Deutschland leben.
Unter den Zeichnungen sind mir folgende bemerklich geworden:
De Baux (Raymond, in Berlin). Die Schlacht bei Belle-Alliance, in derArt von Monten.
Beck (Hofmaler in Dessau). Christuskopf in Lebensgröfse.
Brauer (Friedrich Wilhelm, aus Leipzig). Der Gegenstand ist aus Goe-the's Caron, die Darstellung grofsartig, die Anordnung schön, und dieZeichnung in vielen Theilen sehr gut.
Büciiiiorn (Ludwig, in Berlin). Landschaft mit Figuren, eine hübscheComposition.
DiETZE (August, in Leipzig). Christus zu Emmaus.
Dillis (Georg). Ein alter Kopf, Aquarell.