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SCHNITZER.
genommen; aber er hat die Richtung derselben verkündigt: er ist fürDeutschland die Morgenröthe des neuen Zeitalters. Dieses Gemälde hatim Königlichen Schlofse seine Stelle, und es ist, als Kunstwerk, dessenschönste Zierde. Es gehörte der Familie Cotta, welche es dem Königevon Würtemberg abgetreten hat. Keinesweges ohne die Gröfse des Opferszu erkennen, hat Herr von Cotta sich dazu entschlofsen; er that es zumBesten der Familie Schick, welcher der Tod ihr Haupt und ihre Stützeentrifsen hatte.
Ich habe von demselben Meister bei Herrn von Cotta ein Bildnis seinerMutter gesehen: aber dieses Gemälde steht so tief unter demjenigen, vonwelchem eben die Rede gewesen, dafs es nicht weniger bedarf, als ein soglaubwürdiges Zeugnis, wie das des Herrn von Cotta, um sich zu über-zeugen, dafs es von demselben Meister sei. Und wenn man es vor allenmit seinen trefflichen Bildnissen der Töchter des verstorbenen MinistersWilhelm von Humboldt vergleicht, welche man zu Berlin in der Wohnungdieses gelehrten und berühmten Staatsmannes sah, so verwundert man sichnoch mehr, dafs Schick ein so mittelmäfsiges Bildnis malen konnte.
Schick war ein Schüler von Hetsch. Er verliefs Stuttgart im Jahre 1798und begab sich in Davids Schule. Dort blieb er bis zum Jahre 1802, zuwelcher Zeit er nach Stuttgart heimkehrte. Nach einem kurzen Aufent-halt in dieser Stadt, begab er sich nach Rom. Dort erkrankte er, und kamim November des Jahres 1811 wieder nach Stuttgart, wo er am 7. Mai desfolgenden Jahres starb.
VIII.
SCHNITZER.
Schnitzer, zu Weingarten bei Ravensburg, unweit des Bodensees, im Jahre1792 geboren, ist Schlachten- und Pferdemaler. Ich habe im Schlofse