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MÜNCHEN.
hat, zu denen das Vertrauen des Königs ihn berufen, haben ihm nicht er-laubt, alle seine Zeit den Künsten zu widmen, und man ist erstaunt, dafsein Mann, dessen Stellung und Lebensweise ihm so wenig Zeit übrig läfst,sich mit künstlerischen Arbeiten zu beschäftigen, eine so hohe Stufe derGeschicklichkeit als Maler erreichen konnte. Wenn ich Hefs ausnehme,so kenne ich niemand in München, der mehr Leichtigkeit und mehr glück-liche Anlagen zeigte. Seine Halte, seine Bivouacscenen, seine Kriegsmän-ner, seine Pferde, und die Landschaften, in welchen diese mannigfaltigenDarstellungen sich bewegen, tragen sämmtlich das Gepräge des Talents unddes Geschmacks. Niemand hat jemals befsere Esel gezeichnet und gemalt,und das Anziehende und Drollichte in diesem so klugen Thiere aufzufafsengewust, welches ganz eigens dazu geschaffen scheint, den Reiz und diemalerische Wirkung einer Landschaft zu erhöhen.
Ich habe von dem General Heideck im Kunstverein auch eine kleineLandschaft gesehen, welche er schon vor mehreren Jahren gemalt, und diemir mehr Vergnügen gemacht hat, als viele andere grofse Werke, welcheder Fertigkeit oder der Anmaafsung ihr Dasein verdanken. In diesemFache habe ich hier in München nichts Befseres gesehen. Dieses Kleinodgehörte, im Jahre 1835, dem Herrn Bolgiano.
General Heideck hat auch in der Glyptothek gearbeitet, namentlich im Göt-tersaale: vier Rosse, die den Wagen Apollo's ziehen, sind von seiner Hand.
Seine Scenen aus dem Spanischen Kriege werden zu seinen besten Wer-ken gezählt.
Es ist noch nicht lange, dafs er aus Griechenland zurückgekehrt ist, woer hohe Stellen verwaltete.
Während meines Aufenthaltes zu München, im Jahre 1837, habe ich seinAlbum gesehen, worin sich hundert und fünf Zeichnungen befinden: es istein wahres lihrum veritatis, denn es enthält die ersten Entwürfe aller sei-ner Gemälde seit dem Jahre 1816, wo er zu malen anfing, bis zu diesemAugenblick.