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MÜNCHEN.
hinzufügen könnte. Ich betrachte es als ein grofses Glück, dafs der Kunstso mancherlei Wege offen stehen, und dafs der Geschmack so verschie-den ist.
Im Jahre 1837 habe ich von demselben Maler einen kleinen Knaben ge-sehen, der seine Mahlzeit hält; ein anderes Gemälde zeigt einen Dorfbild-hauer, der ein hölzernes Bild schnitzt, umgeben von allerlei Arbeitsge-räth und Bildhauerstücken. In demselben Jahre hat er im Kunstvereinein kleines Gemälde ausgestellt: Luther an der Bibelübersetzung arbeitend;es ist lebhaft von Farbe und sorgfältig ausgeführt.
XIV.
FLÜGGEN.
Flüggen ist zu Köln um das Jahr 1814 geboren.
Im Innern einer Hütte sieht man ein Kind vor einem grauhaarigen Al-ten, der ein Buch in der Hand hält, und mehrere andere Männer undFrauen: dies ist der Gegenstand eines Gemäldes, welches der Kunstvereingekauft hat, und welches Talent, Sorgfalt und Studium verräth. DieserKünstler verschmäht nicht gute Beispiele und guten Rath; vor allen ziehter gern Kaulbach zu Rathe. Ein Gemälde, welches ich im Jahre 1835 vonihm gesehen habe, zeigte die Wirkung des von Flüggen gesuchten Ein-flufses, und dafs sein Talent sich zu veredeln strebt.
Von demselben Künstler habe ich im Jahre 1837 zwei kleine Knabengesehen, die Vogelnester ausnehmen; dieses Gemälde ist in mehreren Thei-len von sehr angenehmer Wirkung.