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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTSMALER.

die Anlage des Ganzen und die Leitung des Professors Hefs auf Schrau-dolfs eigene Gebilde einwirken mochten: begnügen wir uns also hier, wonur von dem letzten die Rede ist, zu sagen, dafs seine Werke ihn einerder ersten Stellen in der Meinung derjenigen würdig machen, welche Sinnfür die Kunst haben. Der Ausdruck ist bei ihm vielleicht nicht so tief undinnig, wie bei Hefs; er hat nicht dasselbe geheimnisvolle Gepräge; Schrau-dolf geht nicht so ein auf die religiösen Gefühle, welche den ältestenErzeugnissen der Christlichen Malerei eigenthümlich sind; er steht weitmehr unter dem Einflufse des gegenwärtig herrschenden Geschmacks undder Lehre: aber sein Styl und seine Anmuth sind leichter verständlich; siesind rein; seine Bilder sind reizend, und prägen sich unter den glücklich-sten Formen dem Gedächtnisse ein.

Alle, die die Allerheiligen-Kapelle gesehen haben, werden erstaunt seinüber die Schönheit der Gemälde, welche Schraudolfs Werk sind *

Abgesehen von jenen Gemälden, bei welchen er blofs dem ProfessorHefs geholfen hat, verweilen wir nur bei denjenigen, zu welchen er dieCartons gemacht und sie dann in Fresco ausgeführt hat: nämlich, Mosesmit seinem Stabe Wafser aus dem Felsen schlagend, und der Engel mitder Arche.

Man vergleiche die Beilage B. am Ende dieses Bandes, wo sich der Antheil verzeichnetfindet, welchen die Brüder Schraudolf an den Arbeiten der Allerheiligen-Kapelle haben.

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