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GESCHICHTSMALER.
welche allen Völkern gemeinsam ist, nämlich durch die Malerei in einer Reihevon Gemälden, welche die Majestät und die Herrlichkeit umgeben. Wennman bedenkt, wie sehr der Sinn des Königs auf den Ruhm des Vaterlan-des gerichtet ist, so läfst sich in der Wahl der diesem Maler übertragenenArbeiten eine grofse Vorliebe für die Art seines Talents nicht verkennen.
Betrachte ich nun den Plan und die Ausführung dieser Bilder, so findeich, dafs der erste in seiner Gesammtheit einfach gedacht ist, und in die-ser Hinsicht nicht befser sein kann; aber in dem Einzelnen hätte ich ge-wünscht, dafs der Maler der Anlage des Ganzen treuer geblieben wäre.Was die Ausführung betrifft, so scheint sie mir dem Vertrauen des Königsund der Wichtigkeit der Aufgabe würdig zu entsprechen.
Der Parteigeist und die Kunstrichterei mögen sich leichtlich dieser oderjener Figur bemächtigen und sie mehr oder minder ausdrucksvoll finden;sie mögen leichtlich darthun, dafs dieser oder jener Auftritt nicht ihrerVorstellung gemäfs ausgedrückt ist (und vermuthlich hat Jeglicher eineandere Vorstellung von den verschiedenen Persönlichkeiten des Gedichtsund von dem gesammten Volke jenes so entlegenen Zeitalters): gewiss ist,dafs der Anblick dieser grofsen Gemälde eine übermächtige und edle Vor-stellung einer echt Deutschen Poesie gewährt, und dafs man im Einzelnenhinsichts der Kunst Schönheiten entdeckt, wie wenige Künstler, welchemZeitalter sie auch angehören mögen, zu erreichen vermochten. In allendiesen Gemälden herrscht ein einziger Gedanke, und sie stehen sämmtlichim vollkommenen Einklänge mit einander.
Bei meinem letzten Aufenthalt in München war das grofse Werk nochweit von der Beendigung entfernt, und nur die beiden ersten Säle warenausgeführt. In dem Vorsaale, der als Einleitung zu dem Ganzen dient,sind die Hauptpersonen des Gedichts einzeln dargestellt, in der Art, wieman hier Hagen, Dankwart und Volker sieht: alle drei Helden, der letzteHeld und Sänger zugleich.
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