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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTSMALER.

welche die Akademie in ihrer ganzen Reinheit aufrecht zu erhalten sucht.Man hat gefunden, dafs die Pferde auf diesem Bilde nicht Styl genug ha-ben. Ich kann diesem Urtheile nicht beistimmen: ich finde, dafs sie genugdavon haben, und dafs sie befser sind, als viele andere Pferde, die dafürgelten, mehr Styl zu haben.

In dieser besondern Hinsicht scheint mir der Styl noch nicht recht ver-standen zu sein, und ich begegne hier in München häufig Pferden, die,nach meinem Geschmacke, ihre ungefälligen Gestalten und ihre geringeÄhnlichkeit mit wahrhaften Pferden nicht durch den Styl entschuldigen kön-nen. Es giebt Werke, wo man gern über diese Unvollkommenheit weg-sieht: aber dieselbe als Grundsatz aufzustellen, scheint mir eben nicht weise.; Ich behaupte, dafs ein Pferd wirklich wie ein Pferd aussehen kann, ohnedeshalb sich vom Style der Geschichtsmalerei zu entfernen.

Ich habe bei Fräulein Linder ein Ölgemälde Nehers gesehen, welchesj vorstellt, wie die Engel dem Abraham die Schwangerschaft seines Weibes| verkündigen; weder die Darstellung, noch die Zeichnung dieses Gemäldeshaben mir sonderlich gefallen: indessen ist es von Leuten gelobt worden,die vielleicht mehr befugt sind, als ich, über das Verdienst eines Werkes derMalerei zu entscheiden, und ich will gern glauben, dafs sie Recht haben.Dieser von den Malern und überhaupt in München sehr geschätzte Künst-ler ist gegenwärtig in Weimar, und malt in dem neuen Schlofse Frescobil-der aus Goethe's und Schillers Dichtungen. Der Grofsherzog hat ihm die-sen wichtigen Auftrag gegeben.

XXXVII.

EUGEN NAPOLEON NEUREUTHER.

Neureuther ist zu München im Jahre 1806 geboren. Er hat seine Künst-lerlauf bahn als Landschafter unter Kobels Leitung begonnen, ohne jemals