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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

welche Langer angenommen hat, und die ihm, so zu sagen, zur andernNatur geworden sind *.

Langers Frescogemälde in seinem Landhause in Heidhausen bei Münchenstellen, in den beiden grösten Bildern, Apollo und die Musen dar, in denbeiden weniger breiten, Homer als Bildner der alten Dichtkunst, und Danteals Bildner der neuen. Ein Fries rings um das Zimmer enthält eine grofseMenge von Liebesgöttern in mancherlei spielenden Stellungen.

Eine Reihe von Zeichnungen Langers, die ich ebenfalls in seinem Land-hause gesehen habe, stellt die bedeutendsten Personen des alten Testamentsdar, Jeremias, Ezechiel, Jesaias und andere: einzelne Gestalten in Land-schaften oder von Bauwerken umgeben. Ich wünschte, dafs die Stellungendieser Personen weniger angespannt wären.

In einer Reihe Zeichnungen aus Dante's göttlicher Komödie ist mir vorallen die Darstellung der Heuchler, die zum unaufhörlichen Kreislaufe ver-dammt sind, bemerklich gewesen: sie sind mit langen Mänteln bekleidet,die in breiten Falten bis auf die Erde fallen.

Ebendaselbst habe ich auch noch die Ölskizze eines grofsen Altargemäl-des gesehen, welches sich in der Kirche von Blevio am Corner See befin-det. Nach dieser Skizze zu urtheilen, bin ich geneigt, es für ein gutesWerk zu halten: es stellt die Heiligen Gordianus und Epimachus dar; denobern Theil des Bildes nimmt die Heilige Jungfrau mit dem Jesuskindeein, mitten in einer Glorie von Engeln.

* Man vergleiche in einer Anmerkung des Kapitels von der Münchener Akademie die kurzeLehensbeschreibung des Vaters, Peter von Langer.