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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

Robert von Langer hat im Palaste des Herzogs Max sich auch in derFrescomalerei versucht: dieser Versuch ist, nach meiner Meinung, nichtglücklich ausgefallen. Er hat auch viele Ölbilder gemalt. Seine Werkescheinen nicht der neuen Geschichtsmalerschule anzugehören, und er hatsich in der That von der Münchener Schule getrennt, oder, richtiger zusagen, die Schule hat sich von ihm getrennt.

Seiner Sorgfalt verdankt die Akademie grofsentheils die schöne Samm-lung antiker Gypsabgüfse, welche den jungen Lehrlingen so viel Fordernisgewährt, und er hat sie auf eine zur Benutzung so günstige Weise aufzu-stellen gewufst.

Langer gilt für einen unterrichteten Mann von gebildetem und durchdrin-gendem Geiste. Als Künstler zählt er wenig Anhänger in München. Ichhabe im Kunstvereine daselbst von ihm eine Muttergottes mit dem Christ-kinde gesehen, die mich wenig anmuthete; es fehlt diesem Bilde nur derÜberzug eines alten Gemäldes, um es als ein Werk aus der Zeit der Concaoder Peter von Cortona erscheinen zu lafsen. Ich wage nicht zu sagen,dafs Langers Werken Eigenschaften mangeln, die zu guten Gemälden er-forderlich sind: aber man darf behaupten, dafs sie mit den Ideen und demGeschmack unsers Zeitalters nicht übereinstimmen, und dafs, wenn jemalsder Geschmack den Werken, die ich von ihm gesehen habe, günstig wird,die Schulen von Cornelius und Schadow aufhören müssen dem Publicumzu gefallen.

Die Kirche des vormaligen Gymnasiums der Karmeliter zu München ent-hält ein grofses Altargemälde von dem Vater, Johann von Langer, das alsVorbild der Richtung betrachtet werden kann, welche diese beiden Künst-ler befolgten.

Der hier folgende Holzschnitt ist aus einer schönen Zeichnung von Lan-ger dem Sohne entnommen, welche sich in dem schon (S. 221.) erwähntenDürer-Album zu Nürnberg befindet.