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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTSMALER.

man mufs es ihm Dank wifsen, dafs er sich vom Buchstaben derselbenentfernt und die Anführer nicht von ihren Kriegern getrennt hat. Herrvon Klenze hat zuerst den Gedanken, diesen Gegenstand zu einer Zeich-nung zu benutzen, gefafst, und theilte ihn Kaulbach mit; er bestellte so-gar ein Gemälde darnach. Kaulbach bemächtigte sich dieser Idee mit Be-geisterung, und man kann schon aus dem Kupferstich erkennen, wie eralle Schwierigkeiten einer solchen Unternehmung zu besiegen wüste. In-dessen konnte er sich nicht entschliefsen, diesen Gegenstand in einem Öl-gemälde von kleinem Maafsstabe auszuführen, und als er die Bestellungdes grofsen Gemäldes erhielt, verzichtete Herr von Klenze auf die seinige.Es ward mir immer schwer, zu begreifen, wie diese Darstellung in Far-ben ausgeführt, selbst im grofsen Maafsstabe, das unbeschreibliche Ge-präge des Geheimnisvollen und der Grofsheit bewahren könnte, welchedas einfarbige Bild so hervorleuchtend an sich trägt: aber seitdem ichden Maler die Farbenskizze dazu machen sah (was buchstäblich untermeinen Augen geschah im Jahre 1837), so hege ich keinen Zweifel, dafs,wenn der Eigenthümer des Gemäldes seine Ungeduld hätte mäfsigen kön-nen, das vollständig ausgeführte Werk eben so vollkommen hinsichts derFarbe, des Pinsels, der Harmonie und der Lichtwirkung sein würde, alses gegenwärtig hinsichts der Darstellung und der Zeichnung ist.

In den Gemälden des Goethe-Saales hat der Künstler nicht blofs Stel-len und Auftritte aus Goethe's Dichtungen, sondern vielmehr sinnbildlicheDarstellungen des ganzen Inhalts der bedeutendsten Gedichte Goethe'sbeabsichtigt. Um hievon eine genügende Vorstellung zu geben, würdenichts weniger erfordert, als eine tief eingehende Übersicht von Goethe'sWerken. Solches würde jedoch die Grenzen, welche wir uns bei diesemBuche vorgeschrieben haben, überschreiten; überdies ist Goethe, auchschon im Auslande, vor allen bekannt, oder wird es jetzt eben: wir be-gnügen uns also damit, die Gegenstände der vornehmsten Gemälde aufzu-führen, ohne auf das Einzelne einzugehen.