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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

hervorgebracht hat. Es war bestimmt, in Farben gemalt zu werden, unddie Farbenskizze dazu schon gemacht, aber die Ungeduld desjenigen, deres bestellt hatte, liefs dem Maler nicht Zeit dazu. Bei diesen Umstän-den hat Kaulbach einen Beweis von Güte, Edelsinn, Grofsmuth und Be-scheidenheit gegeben. Sein Benehmen war eben so rührend, als lobens-werth.

Die Sage, welche zu dieser herrlichen Darstellung Anlafs gegeben, ver-dient hier wohl eine Stelle. Es ist die Epopöe des Romantismus; es istdas grofsartigste Gebilde, welches die Zeit des sinkenden Heidenthums derLitteratur und der Kunst geboten hat.

Folgendes findet sich hierüber in Chateaubriands Buche: Etudes ou dis-cours historique sur la chüte de Vempire Romain, la naissance et lesprogres du Christianisme, et Vinvasion des barbares etc. »LHmagina-tion populaire, fortement ebranlee par des scenes repetees de carnage,avoit invente une histoire, qui semble dtre Vallegorie de toutes ces fu-reurs et de toutes ces exterminations.

Dans un fragment de Damascius on lit, qu" 1 Jlttila Hvra une batailleaux Romains, aux partes de Rome: tout perit des deux cötes, excepteles gener aux et quelques soldats. Quand les corps furent tombes, lesämes resterent debout, et continuerent Vaction pendant trois jours ettrois nuits: ces guerriers ne combattirent pas avec moins d'ardeur mortsque vivants. «

Hier sind die eigenen Worte des Damascius, des Neuplatonikers zurZeit Justinians, in der Lateinischen Übersetzung: Commissa pugna con-tra Scythas ante conspectum urbis Romae, tanta utrinque facta estcaedes, ut nemo pugnantium ab utraque parte serveretur, praeter quamduces paucique satellites eorum: cum cecidissent pugnantes, corpore de-fatigati, animo adhuc erecti, pugnabant tres integras noctes et dies,nihil viventibus pugnando inferiores, neque manibus, neque animo.

Diese Sage ist es, welche Kaulbach so glücklich dargestellt hat, und