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MÜNCHEN.
wovon er für seinen Meister durchdrungen ist, hat er ihn doch selten be-friedigen können.
Zu Kaulbachs ersten Werken gehört das Bild des jungen Mannes, derim Vordergrunde des Gemäldes der Theologie zu Bonn liegt, und ein Car-ton, welcher einen Israeliten darstellt, wie er das Manna in der Wüsteaufsammelt.
Die ersten wichtigen Arbeiten, die ihm in München aufgetragen worden,sind folgende: im Odeon das Deckengemälde, darstellend Apollo von denMusen umgeben; vier Flufsgötter, die Bavaria, und die Cartons zu mehre-ren anderen allegorischen Figuren, welche von anderen Künstlern ausge-führt wurden; endlich, im Palaste des Prinzen Maximilian, die sechszehnBilder aus der Dichtung von Amor und Psyche, welche den grofsen Saalzieren.
Dieses letzte Werk, so wie die Figuren der Arkaden, tragen schon dasSiegel der gereiften Kunst; in seinem Apollo ist er, nach meinem Gefühl,minder glücklich gewesen.
Die den Donauflufs vorstellende Figur vor allen trägt das Gepräge derGrofsheit, und wenige Gemälde haben mir einen stärkern Eindruck gemacht,als der Carton zu diesem. Ich habe ihn in Düsseldorf bei Stilke gesehen,und es ist das erste Werk Kaulbachs, das mich mit seinem bewunderns-würdigen Talente bekannt machte. Der nachstehende Holzschnitt, der nacheiner schwachen Zeichnung noch schwächer geschnitten ist, giebt eine un-genügende Vorstellung des Cartons, der mir übrigens befser scheint, alsdas Frescogemälde darnach.