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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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GESCHICHTSMALER.

zeigen allgemein in den Gestalten und Bewegungen eine gewisse Zierlich-keit; aber sie geben nicht in demselben Maafse den Ausdruck eines tiefenGedankens oder eines innigen Gefühls.

Seine Frescogemälde im Schlofse sind das Bedeutendste, was er gemachthat, und bei diesen wollen wir verweilen.

In einem der ersten Zimmer der Königin wurde ihm aufgetragen, Bilderzu malen aus dem Leben und den Liedern Walthers von der Vogelweide,eines der ältesten und berühmtesten Deutschen Minnesinger, der zur Zeitder Hohenstauii sehen Kaiser Philipp und Friedrich IL lebte.

Das Deckengemälde, das bedeutendste der Bilder, welche dieses Zimmerschmücken, bezieht sich auf des Dichters Wettkampf um den Preis des Ge-sanges mit den gleichzeitigen berühmtesten Dichtern auf der Wartburg, inGegenwart des Landgrafen Hermann von Thüringen und seiner GemahlinSophie, Tochter des Baiernherzogs Otto von Witteisbach. In der Einlei-tung ist von dem Leben und von den Werken dieses Dichters umständlichdie Rede gewesen, und auch der Bilder dieses ihm gewidmeten Zimmersschon gedächt *. Der Maler hat den Schlufs des ersten Theils diesesKampfspieles auf Tod und Leben, zu Walthers Verherrlichung benutzt, undwir sehen hier Walthern mit Lorbeern gekrönt, während der besiegte Hein-rich von Ofterdingen zum Zauberer Klinsor seine Zuflucht nimmt.

Zur Rechten sieht man die Schiedsrichter des Kampfes, Wolfram vonEschenbach und Reimar von Zweter, dann Biterolf und Heinrich denSchreiber; und zur Linken den Henker mit dem Stricke in der Hand, denBesiegten hinzurichten. Den Hintergrund füllen Hofleute.

Walther hielt sich gern bei den Grofsen auf: die einzelnen Frescogemäldedieses Zimmers zeigen ihn daher bald an dem Hofe König Philipps vonSchwaben und seiner Gemahlin Irene zur Weihnachtsfeier mit den Fürstenvon Sachsen und Thüringen; bald, wie er vom Kaiser Friedrich IL ein

* Einleitung S. 60. ist besonders auch die hier nächstfolgende Darstellung besprochen.

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