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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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PETER VON CORNELIUS.

an der höchsten vollendetsten Anforderung menschlichen Kunst Vermögens,und nur mit Absicht kann man verkennen wollen, dafs ich mit allen Kräf-ten das Mögliche zu leisten gesucht habe, durch Lehre und durch dieThat.«

"Wenn ich in dieser Hinsicht meine eigenen Eindrücke befrage, so findeich, dafs Cornelius Colorit häufig trocken ist, und dafs nicht die Schönheitdes Pinsels die Mehrzahl seiner Werke auszeichnet: gleichwohl haben wirgesehen, dafs er sich manchmal auch als geschickter Colorist und Malergezeigt hat.

Er hat wenig Ölbilder gemacht, und die er gemacht hat, sind nicht vonder Bedeutung seiner übrigen Werke.

Cornelius läfst keine Eitelkeit blicken, aber die Wichtigkeit seines Künst-lerlebens ist ihm wohl bewufst, und er soll zu seinen Schülern, die sichhäufig um ihn versammeln, gesagt haben: »Meine hervorbringende Kraftist nicht wirksam genug, dafs ich hoffen dürfte, bei meinen Lebzeiten dieKunst in Deutschland den höchsten Gipfel erreichen zu sehen: jedoch siereicht aus, der Kunst einen neuen Weg zu bahnen, und diesen Erfolg bin-nen hundert Jahren herbeizuführen.«

Ich glaube, dafs Cornelius sich täuscht, dafs die Deutsche Kunst ihremGipfel sehr nahe ist, und dafs die nächsten zwanzig Jahre die glänzend-sten des neuen Zeitalters sein werden. Kaulbach, Lessing, Schwanthaler,Hildebrandt, Bendeinann, die Brüder Schraudolf, sind zwar noch jung, aberbinnen zwanzig Jahren wird ihr Talent die volle Entwickelung erreicht ha-ben, deren es fähig ist.

Cornelius hat zu seinen Schülern auch gesagt: »Ich habe euch die Bahnvorgezeichnet, welche ihr zu befolgen habt; fahret fort, mit Gewifsenhaf-tigkeit, Redlichkeit und gesundem Urtheil, und wenn der Himmel euch dienöthio-e Kraft verleihet, so werdet ihr befser zeichnen und malen, als ich.Dieser Gang ist tief in der Natur gegründet.«

Diese Worte scheinen mir keinen recht bestimmten Sinn zu haben, aber