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IN IHRER GESAMMTHEIT.
welchem Maafse etwa ihre Gespräche dazu dienen mochten, die satyrischeAder des Studenten aufzuregen.
Diesen Streitschriften folgten Entzweiungen und Persönlichkeiten, undes endete mit einem offenen Bruche zwischen der Akademie und mehrerenausgezeichneten jungen Künstlern, deren Partei andere minder bekannteKünstler ergriffen haben. Wir dürfen uns Glück wünschen, dafs diese Un-einigkeiten bisher noch keine andere Folge gehabt haben, als die Gesinnungderjenigen in ein wenig vortheilhaftes Licht zu stellen, die sich ihnen hin-gegeben haben.
In dem Aufsatze des Studenten findet sich eine Bemerkung, welche hierangeführt zu werden verdient, obschon sie dem Streite fremd ist, . . .javielleicht eben deshalb. Er sagt: »Vorerst werde ich einige Erläuterun-gen über meinen Vorsatz geben müfsen. » »Die Verhältnisse der Künstlerunter einander, der Künstler zum Publikum, und des Publikums zum Künst-ler « « sagte ich. Da will ich Ihnen mm, damit Sie mich nicht misverste-hen, im Vertrauen sagen, dafs ich (in Beziehung auf Kunst) unter Publi-kum die in München anwesenden fremden Gelehrten, Particuliers, Cavaliereund Studierenden verstehe: die Fremden; denn die Münchener haben gar
kein Verhältnifs zu den Künstlern...... Da nun aber die Künstler
selbst fast durchaus Fremde sind, so kommt hier München eigentlich garnicht ins Spiel, ich berichte Ihnen heute gar nicht aus München, son-dern , wenn Sie wollen, aus einer in München angelegten Colonie vonNorddeutschen, Franken, Schwaben, einigen Franzosen, Engländern, Ita-lienern *.«
Wir wollen hoffen, dafs Cornelius, den viele Künstler als den grofsenFriedensstifter ansehen, diesen Zwistigkeiten ein Ende machen wird. Erist mehr als irgend jemand in der Stellung, solches zu vermögen; die Ehr-furcht, welche er einflöfst, macht ihm diese Aufgabe leicht, und der Ruhm
* Zeitung für die elegante Welt, 1834, No. 246.