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ARBEITEN DES KÖNIGS.
Kaleidoskop, welches nur die durch Fleifs oder Gedächtnis gesammeltenBruchstücke ebenmäfsig anordnet: seine Einbildungskraft ist schöpferischvon Natur, sein Geschmack hat eine entschiedene Richtung. Dürfte mandie Baukunst mit der Redekunst vergleichen, — und ich glaube es bei-nahe, — so würde ich sagen: Gärtners Werke gleichen Reden, mit ange-mefsener wohllautender Stimme gesprochen, in welchen richtiger Ausdruck,Überredung und tiefe Gedanken sich vereinigen. Das in Rede stehendeGebäude gefällt, ohne gewaltige Wirkung. Die beiden Thüren sind, nachmeinem Dafürhalten, von vollendetem Geschmacke.
XV.
DIE UNIVERSITÄT.
Dieser grofse Bau ist ebenfalls Gärtnern anvertraut. Er ist im Jahre 1836angefangen, und wird mit Thätigkeit fortgesetzt. Er wird in einem denübrigen Werken dieses Baumeisters ähnlichen Styl ausgeführt.
XVI.
GEBÄUDE ZU KUNST- UND GEWERBE-AUSSTELLUNGEN.
Dieses Gebäude, im Altgriechischen Style, soll mit dem Kloster der Ba-silica verbunden werden, mit welchem es indessen in baulicher Hinsichtgar keine Ähnlichkeit hat. Durch seine Stellung, der Glyptothek gegen-über, wird es nicht ermangeln, Anlafs zu Vergleichungen zu geben, wel-che man hätte vermeiden sollen. Der Baumeister Ziebland hat den Ent-wurf zu diesem Gebäude gemacht, und wird die Ausführung desselben lei-ten. Man hatte bei meiner letzten Anwesenheit in München, zu Anfangedes Jahres 1837, den Bau noch nicht begonnen.