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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

ich von dieser Kirche gesehen, haben mir eine vortheilhafte Vorstellungdavon gegeben, und ich bin überzeugt, dafs sie, sowohl in baulicher Hin-sicht, als in Ansehung der ihrem Innern bestimmten Malereien, eins derschönsten Denkmale der künstlerischen Thätigkeit sein wird, deren Schau-platz gegenwärtig München ist.

Diese Kirche ist 308 Fufs lang und 132 Fufs breit. Das Schiff hat eineLänge von 260 Fufs und 114 Fufs Breite. Es ist durch vier Säulenreihenin fünf Schiffe getheilt; das Mittelschiff hat 54 Fufs Breite.

Benedictiner werden den Dienst in dieser Kirche besorgen, und ein mitderselben verbundenes Kloster bewohnen.

Die Frescomalereien im Innern der Kirche sind H. Hefs anvertraut, unddiese Bilder scheinen mir den Entwurf des Gebäudes bestimmt zu haben,dessen Hauptzierde sie sein werden.

Die Verkündigung des Evangeliums in Deutschland und die bedeutend-sten Züge aus dem Leben des Heiligen Bonifacius, des Apostels der Deut-schen, dem die Kirche geweihet ist, bilden den Gegenstand der Malereien,welche darin ausgeführt werden sollen.

Zwölf grofse Gemälde und zehn runde Bilder sind ausschliefslich demLeben des Heiligen Bonifacius gewidmet '*.

Über diesen Gemälden wird man sechs und dreifsig kleinere sehen, welchedie ganze Geschichte der Bekehrung der Deutschen Völker zum Christen-thum enthalten, seit dem Jahre 284 bis zur Zeit Karls des Grofsen. DieReihe dieser Darstellungen wird mit Maximilian, Bischof von Lorch, begin-nen, und auf ihn werden folgen die Heiligen: Gereon, Florian, Quirinus,Afra, Severinus und andere.

Die zwölf grofsen Gemälde sollen 22| Fufs Länge und 10 Fufs Höhehaben. Die Figuren darin werden 7| Fufs grofs sein; in den übrigen Ge-mälden werden sie etwas kleiner sein. Man hat dem Maler Hefs, so viel

* Man vergleiche die Beilage C am Ende dieses Bandes.