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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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ARBEITEN DES KÖNIGS.

sie bei Belisars Belagerung zum Vertheidigungsmittel diente, und so aufdie Stürmenden hinabgestürzt wurde: was man für ausgemacht hält, ist,dafs sie im 15ten Jahrhundert verstümmelt in der Engelsburg gefunden,und damals von den Barberini's gekauft wurde. Vor zwanzig Jahren istsie vozi dem Bildhauer Pacini in Rom ergänzt worden. Der König hat sieder Familie Barberini für 8000 Römische Scudi abgekauft.

Die Villa Albani, der Palast Braschi, der Palast Ruspoli in Rom und derPalast Bevilacqua in Verona, haben die Mehrzahl der übrigen schönen Bild-säulen hergegeben, welche dieser Saal enthält. Man bemerkt darunter eineIno, auch Leukothea genannt, einen Hermaphroditen, einen Silen, einenlachenden Satyr, benannt der Faun mit dem Flecken, einen anderen Faun,der Winkelmanns che Faun genannt.

Der sechste Saal ist der Saal der Niobiden. Auch hier sind es die VillaAlbani, die Paläste Braschi, Barberini, Rondanini, Bevilacqua und andere,Welche die meisten darin enthaltenen Bildhauereien geliefert haben. Derkniende Niobide, Ilioneus benannt, ist, obgleich verstümmelt, unter allenWerken dieses Saales dasjenige, das am meisten hervorragt durch die Schön-heit der Formen und der Ausführung. Ein erhobenes Bildwerk, welchesein Opfer darstellt, wird auch als eins der schönsten Stücke dieses Saalesbetrachtet.

Aus dem sechsten Saale tritt man in die Säle, welche den Frescogemäl-den des Cornelius gewidmet sind. Dieser grofse Meister hat in drei Ge-mälden des ersten Saales, welcher der Göttersaal heifst, den Olymp, dieUnterwelt und das Reich Neptuns dargestellt. Diese drei Gemälde füllendie Bogenfelder der drei Wände, und verbinden sich an der gewölbtenDecke durch viele Darstellungen, die sich auf die Liebesgeschichten derGötter mit den Sterblichen und auf die Macht des Schicksals beziehen,welches, laut der Mythologie, seine Herrschaft auf gleiche Weise über dieBewohner des Olymps, wie der Erde, ausübt. Alle diese mannigfaltigenGemälde füllen in ebenmäfsiger Vertheilung die Felder des Gewölbes und

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