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ARBEITEN DES KÖNIGS.
Der Name Walhalla ist eben so alt, als der Stamm und die Spracheder Germanen. So nannten sie den prächtigen Palast, in welchen ihreEinbildungskraft die auf der Walstatt gefallenen und durch die Walky-rien zu den Göttern geladenen Helden versetzte, die darin und auf denreizenden Gefilden umher ihr Heldenleben unsterblich fortführten: es warihr Elysium.
Dieses Gebäude ist im Altdorischen, vor allen zu grofsartigen Denkma-len geeigneten Styl, und auf die herrlichste Stelle hingesetzt, eine Stundeunterhalb Regensburg, auf der Höhe eines steilen Felsberges, den die Flu-ten der Donau bespülen.
Die Unterbaue des Tempels erstrecken sich in Abstufungen bis zum Fufsedes Berges. Der Tempel ist von weifsem Salzburger Marmor gebaut. DasLangviereck, welches er bildet, ist unten 300 Fufs lang und 100 Fufs breit,und seine Höhe erreicht beinahe 75 Fufs. Innerhalb sollen die Seitenwändemit mehr denn 150 Brustbildern der berühmtesten Deutschen aller Zeitalterbesetzt werden. Die Zwischenräume werden mit baulichen Verzierungenund mit den vorgedachten Standbildern und erhobenen Bildwerken bedeckt.Der Bau hat im Jahre 1830 begonnen, und soll im Jahre 1840 vollendetsein *.
Auf den Mauern soll innerhalb, in der ganzen Länge des Gebäudes, einGewölbe sich erheben, von viereckigen Öffnungen durchbrochen, um dasTageslicht einzulafsen. Ich kann mich nicht überzeugen, dafs diese Ein-richtung dem Baustyle des Ganzen gemäfs sei, und die Wirkung hervor-bringen werde, welche man davon zu erwarten scheint. Ich würde ein wa-gerechtes offenes Gebälk vorziehen, mit Bildwerk von Holz, Eisen oder Erzverziert. Im Dache könnte man Öffnungen anbringen, welche den Öff-nungen des Gebälkes entsprächen, und dieselben durch Fenster schliefsen,
* Man hat die Kosten des ganzen Baues nur auf zwei Millionen Gulden angeschlagen: aberdiese Angabe ist nicht aus sicherer Quelle, und ich bin geneigt zu glauben, dafs die Kostenviel beträchtlicher sein werden.