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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

Viele andere Brustbilder wurden anderen Preufsischen Künstlern aufge-tragen, namentlich zehn an Rauch, fünf und zwanzig an Tieck, und dreian Wichman, Ritschel und Wredow.

Die Unternehmung des Königs blieb damals hiebei stehen, und erst imJahre 1814, nach dem Falle Napoleons, wurde sie wieder aufgenommen.Die Akademie zu München machte, auf Befehl des Fürsten, die Ankündi-gung der Walhalla bekannt, und die Künstler aller Länder wurden eingela-den, daran Tb.eil zu nehmen und ihre Entwürfe dazu einzureichen. Die Aka-demie erkannte einem jungen Baukünstler in München den Preis zu, aberder Fürst entschied anders, und beauftragte Herrn Klenze, einen neuenEntwurf zu machen. Dieser wurde schliefslich angenommen, und imJahre 1820 begannen die vorbereitenden Arbeiten zur Ausführung. Dieinnere Einrichtung wurde erst im Jahre 1830 festgesetzt. In der Zwi-schenzeit wurden dem Bildhauer Wagner in Rom die erhobenen Bildwerkedes Frieses aufgetragen, welche die Urgeschichte des Deutschen Volkesdarstellen; und Rauch machte für das Innere sechs Siegesgöttinnen, unddas Modell einer Gruppe, welche das vordere Giebelfeld zieren wird. Diesletzte Werk, dessen Ausführung dem Bildhauer Schwanthaler anvertrauetist, wird gegenwärtig in dessen Werkstätte fortgesetzt. Eben dieserKünstler wird die Bildwerke des hintern Giebelfeldes nach eigenem Ent-wurf ausführen. Ich habe bei meinem letzten Aufenthalte zu München imFebruar des Jahres 1837 diesen Entwurf gesehen, und gebe davon eineAbbildung in dem Kupferstichhefte. Diese Darstellung ist vielleicht dasbedeutendste Werk dieses berühmten Künstlers: es liefert die Hermanns-schlacht.

Das Gebäude wird ganz nach dem Entwurf und unter der Leitung vonKlenze ausgeführt, den das Vertrauen des Königs, wie wir weiterhin sehenwerden, mit den meisten von dem Könige angeordneten Arbeiten beauftragthat, und der mithin mehr als irgend ein andrer Künstler dem Ruhme sei-nes Reichs zugesellt ist.