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AUSFLUG NACH PARIS IM FRÜHLING 1836.
»Die Kunstausstellung bietet, auf den ersten Anblick, ein so buntesSchauspiel dar, und bildet sich aus so verschiedenartigen Bestandtheilen,dafs es anfangs schwer ist, etwas über die Gesammtheit zu sagen. Wassogleich auffällt, ist, dafs nichts Gleichartiges sich zeigt, kein gemeinsa-mer Gedanke, keine Schulen, keine Familien, kurz, kein Band unter denKünstlern, weder in der Wahl der Gegenstände, noch in ihrer Darstellung.Jeder Maler tritt einzeln auf, und nicht nur jeder Maler, sondern manch-mal sogar jedes Gemälde desselben Malers. Die dem Beschauer vorge-stellten Bilder haben meistentheils weder Mutter, noch Schwestern ....
Der erste Eindruck beim Eintritt in den Kunstsaal ist mithin verdriefslichund wenig günstig. Indessen werden wir später sehen, ob dieser Eindrucksich anders bestimmt, und ob, selbst beim Mangel eines Gemeinsamen, esnicht möglich wäre, einige allgemeine Folgerungen daraus zu ziehen. Wirwollen vor der Hand nur so viel sagen, dafs, wie nun auch die Kunst beiuns beschaffen sein möge, dieselbe nirgendwo auf befserem Wege ist. AusLangerweile am Gewohnten verläumdet man die Seinigen: aber wenn manüber die Gränze kömmt, da erkennt man den Werth Frankreichs. Es istgewiss, dafs kein andres Volk gegenwärtig den Vortritt vor demselbenhat. In Hinsicht der Kunst, wie in andrer Hinsicht, gehört die Zukunftihm an!«
In der That, ich glaube, dafs die Französischen Künstler immerhin dieGränze überschreiten können. Der Versuch wäre zu machen, und ichwünsche es, zum Besten beider Länder. Viele Deutsche Künstler besu-chen Frankreich, und unter ihnen sind manche, welche die Beispiele wohlzu benutzen verstehen, die dieses Land ihnen darbietet, das stäts allenanderen, das einzige England vielleicht ausgenommen, in den Vortheilen,wie in den Gefahren der Civilisation zuvoreilt; und ich erlaube mir nurnoch, die Hoffnung auszusprechen, dafs auch anderen Ländern (Deutsch-