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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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AUSFLUG NACH PARIS IM FRÜHLING 1836.

Ermüdet vom Schauen, ohne eine besondere Theilnahme oder Anziehungzu empfinden, suchte ich etwas, das meine Aufmerksamkeit lebhafter an-sprechen könnte; ich erblickte bald die Fischer von Leopold Robert:lange habe ich dieses Gemälde betrachtet, oft bin ich dahin zurückge-kehrt, und jedesmal hat es den günstigen Eindruck noch erhöht, welchenich bei dem ersten Anblicke desselben empfunden habe. Ich halte diesesGemälde für das schönste der ganzen Ausstellung; es ist das gewifsenhaf-teste, das am meisten von der Mode unabhängige, das erhabenste von Styl,das besonnenste, das am tiefsten studierte und gefühlte. Wer kennt nichtdie heimkehrenden Schnitter von Leopold Robert?... Nun wohl, dies hierist das Seitenstück dazu. Ich habe Vergleichungen anstellen, die Verdienstebeider Gemälde abwägen und eins dem andern vorziehen gehört: was michbetrifft, so empfinde ich dieses Bedürfnis nicht; ich liebe die Schnitter,und ich liebe die Fischer, und ich weifs nicht, welches von beiden Gemäl-den mich den frühzeitigen und traurigen Tod des grofsen Künstlers mehrbedauern läfst. Auf dem Fischergemälde sieht man ein Weib mit ihremKinde von so tiefer Schwermuth durchdrungen, dafs man nicht ohne Weh-muth an sie und an denjenigen denken kann, der eine so rührende Gestalterfafsen und darstellen konnte, der eine so tiefe Trauer empfand. DasGanze ist die Abfahrt der Fischer zu Venedig auf den Fischfang, davonkeiner heimkehrte, und der Gegenstand gehört wesentlich zum Genre: aberLeopold Robert veredelte alle seine Gegenstände; sein Genie war auf dasIdeal gerichtet, auf das Erhabene, und die Auftritte des häuslichen Le-bens, selbst in den niedrigsten Kreisen der Gesellschaft, gewannen unterseiner Hand ein Gepräge von Grofsheit, welches so viele Apotheosenmalernimmer erreichen können; seine Genrebilder haben immer einen geschicht-lichen Grundzug; vielleicht, um uns darüber zu trösten, dafs so viele Ge-schichtsgemälde nur Genrebilder sind, ja häufig nichts weiter als Possenoder Parodien.

Sehr verschieden von dem Werke, von welchem eben die Rede gewesen,