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AUSFLUG NACH PARIS IM FRÜHLING 1836.
Zustand der Kunst in Frankreich, sondern eben nur ein Ausflug in einweitläuftigere s und nicht minder wichtiges Gebiet, als dasjenige, welchesden Gegenstand meines Buchs ausmacht.
ERSTER TAG.
2. APRIL.
KUNSTAUSSTELLUNG.
Der erste Eindruck beim Eintritt in den grofsen Saal entsprach nicht derVorstellung, welche ich mir von dieser Kunstausstellung gemacht hatte;ungeheure Gemälde zogen meinen Blick auf sich, ohne meinen Geist undmein Gefühl anzusprechen. Da zeigt sich Kraft in den einen, schöne Dar-stellung in den anderen, mehr oder minder Farbenglanz, mehr oder min-der Wahrheit, eine grofse Leichtigkeit und viel Geist in vielen: aber michdünkt, ein minder ausgedehnter Maafsstab würde der Eigenthümlichkeit derGenremalerei befser zusagen, welche man mehr oder minder in den mei-sten dieser Werke entdeckt, und in kleinere Rahmen gefafst würden siedem Geschmacke mehr genugthun. Ich glaubte, Erinnerungen an jeneKupferstiche oder Steindrücke zu sehen, welche die letzten zwanzig Jahrein so grofser Anzahl hervorgehen liefsen, und die kriegerische Auftritteoder grofse politische und revolutionäre Ereignisse und dergleichen vor-stellen. Die Kupferstichläden aller Länder, das Palais Royal und die Bou-levards von Paris haben uns diese Richtung der Kunst sattsam kennen ge-lehrt. Die Erzeugnisse dieser Art haben zwar auch ihr Verdienst; sie ent-springen aus der vorherrschenden Meinung des Tages und wenden sich andieselbe: es giebt aber Bedingungen der Kunst, welche nach meinem Da-fürhalten der beständige Gegenstand der Anstrengungen der Künstler seinsollten, die sich der Geschichtsmalerei widmen; als da sind, das Ideal, das