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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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FRANKFURT, STÄDELSCHE STIFTUNG.

Herr Brentano hat kürzlich auch das Glück gehabt, in Basel ein Ölge-mälde zu finden, welches eben das Bildnis des Stifters, mit seinem Patron,in Priestertracht darstellt.

Ich unterlafse es, hier eine genauere Beschreibung dieser vierzig Bilderzu geben, und begnüge mich, zu sagen, wie ich glaube, dafs auf der Weltnichts Schöneres und Erstaunenswürdigeres in dieser Art vorhanden ist.

Ein Bruder des Herrn Georg Brentano besitzt ein grofses Geschichtsge-mälde Van Dycks, welches ich nicht gesehen habe, aber sehr schön seinsoll. Auch besitzt er eine Sammlung der Kupferstiche Marc-Antons, wel-che für vollständig gehalten wird.

Herr Philipp Passavant, der durch mehrere Schriften und als Kunstken-ner rühmlich bekannt ist, besitzt ebenfalls manche sehr kostbare Kunstsa-chen, unter andern eine bewundernswürdige Landschaft des Tyrolers Kochvom Jahr 1817, und die Auf erweckung des Lazarus, von 0 verbeck imJahr 1822 gemalt. Ein Carton desselben Meisters, zum Frescogemälde imBartoldi-Saale zu Rom, darstellend, wie Joseph von seinen Brüdern ver-kauft wird, ist eins der vorzüglichsten Werke dieses Malers, welches auchdurch einen guten Steindruck bekannt ist.

Man bewundert in Frankfurt eine Ariadne, vom Bildhauer Dannecker imJahr 1814 vollendet, und in einem Gartenhause des Herrn von Bethmann

aufgestellt.

gemalt hat. Die Nachricht ist unterzeichnet Robertet, und dieser ist der bekannte FrancoisRoberiet, Secretär des Herzogs Peter II von Bombonnoye, der Ludwigs XI (1461 —1483)Schwiegersohn war.

Näheres über diese Gemälde wird Herr Director Waagen in seinem nächstens erscheinen-den Werke von seiner letzten Kunstreise in England, Frankreich und den Niederlanden mit-theilen.