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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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KÖLN.

der Ausführung seiner Köpfe, oder die Wahrheit in denselben am meistenbewundern soll. Ganz in der Weise der Düsseldorfer Schule zart und ge-wifsenhaft ausgeführt, fehlt es seinen Köpfen doch nicht an Leben undWahrheit.

Mengelbergs frühere Arbeiten sind bekannt; seine Seiden-und Sammt-stoffe werden nicht leicht befser gemalt.

Ein fleifsiger Bildnismaler, besonders in Miniatur, ist Herr E. Bourel,Zeichenlehrer am Friedrich-Wilhelms - Gymnasium. Er ringt beharrlich demBefseren nach.

Als Blumenmaler ausgezeichnet ist Herr Grein, der Vorsteher einerZeichenschule, und in seinen Landschaften treu den besten Niederländernnachstrebt und seinen Staffagen Leben und Mannigfaltigkeit zu geben weifs.

Herr Fuchs hat als Wiederhersteller alter Gemälde, und besonders durchseine Zeichnungen zum Boisseree'schen Domwerke längst einen Namen;auch arbeitet er im Decorationsfache.

Doch mufs hier vor allen Herr Mich. Welt er, ein Kölner, genanntwerden. Er machte seine Studien in Paris und Berlin, und hat in einigenDecorationen, den besten der Kölner Bühne, und in einigen Sälen desneuen Regierungsgebäudes, so wie unter andern in der Wohnung und aufdem Landhause des Herrn Engels bewiesen, dafs er Meister in seiner Kunstist und mit reinem Geschmacke den zartesten Farbensinn verbindet. SeineAquarelle, seien es Landschaften oder architektonische Gegenstände, zeigenDeutschen Fleifs mit Französischer Fertigkeit vereint.

Als Zeichner verdient Herr H. Od endall noch angeführt zu werden,ebenso tüchtig als bescheiden. Der Kalligraph J. Heinrigs ist bekannt.

Der zeichnenden Kunst förderlich war es, dafs im vorigen und vor-vorigen Winter im Wallrafianum, unter der Leitung des Herrn StadtrathsDe Noel, Akte nach der Natur gezeichnet und von einigen modelliert wur-den. Schade, dafs diese Übungen aufgehört haben. — Übrigens steht dieWallrafische Sammlung jedem Künstler zur Benutzung offen.