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KÖLN.
von ihm sind: einige Scenen aus dem letzten Kampfe der Griechen undTürken; Kurfürst Albrecht Achill im Kampfe vor Nürnberg (jetzt im Ca-dettenhause zu Berlin) *; der Tod Adolfs von Nassau; Kosciuszko's Ge-fangennehmung; Napoleon und seine Marschälle u. s. w., und dann dashier in Lebensgröfse ausgeführte Bild des Kronprinzen, in Begleitung desGenerals von Pfuel und des Obersten von der Lundt, von einer Paradezurückkehrend, welches noch im Besitz des Malers ist. Die Bildnisse, dieMeister liefert, zeichnen sich durch wahre künstlerische Auffafsung derÄhnlichkeit und durch lebendige Wärme des Colorits aus. Wenn auchseine Ausführung nicht so zart ist, wie es die neueren Schulen wollen,so hat er doch in mehreren Bildern bewiesen, dafs er wohl ausführen kann.Auf Bestellung des Kronprinzen wird er ein Bild aus der vaterländischenGeschichte malen, die ihm auch den Stoff zu einer Reihe von Gemäldenliefern soll.
Die Bildnisse des Herrn Ludwig Krevel, ebenfalls Zögling der Franzö-sischen Schule, empfehlen sich durch Anmuth, Zartheit und Wahrheit. Aus-gezeichnet ist seine Behandlung der Stoffe und Putzsachen, wodurch ervorzüglich in kleineren ganzen Figuren einen gar lieblichen Effekt hervor-zubringen versteht, wie ein jüngst von ihm ausgestelltes Phantasiebildzeigte **.
Herr A. Greven aus Köln, Schüler der Düsseldorfer Akademie, leistetals Bildnismaler schon Tüchtiges; man weifs nicht, ob man die Geduld in
* Dieses Gemälde ist voll Feuer, Kraft und Leben, und rechtfertigt völlig die gute Mei-nung, welche Herr Nöggerath von dem Talent dieses Künstlers ausspricht.
** Die Berliner Ausstellung dieses Jahres enthält ein Werk Krevels, welches sicher desgrösten Lobes würdig ist: es ist das Bildnis des Professors d'Alton. Es vereinigt alle Eigen-schaften, welche die besten Werke der Bildnismaler in Frankreich auszeichnen: es ist vonsprechender Wahrheit, es ist leicht und geistreich gemalt, es ist voll Lebens. Ich kennenichts Befseres in dieser Art. — Es war nicht möglich, diese Anmerkung in die FranzösischeAusgabe dieses Buches einzurücken, weil der Druck schon zu weit vorgeschritten war: aberich schätze mich glücklich, es hier noch thun zu können.