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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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KÖLN.

»Köln war seit dem dreizehnten Jahrhundert, wo sich eine eigentlichDeutsche Kunst heranbildete, hochberühmt in allen Landen, seiner Kunst-erzeugnisse und seiner Kunstschätze wegen.

Wie grofsartig sich die Kunst in Köln gestaltet, bekundet das Riesen-werk Deutscher Baukunst, das erhabenste, reinste Muster Deutschen Bau-styls auch in seiner Nichtvollendung — der Dom.

Ein Dichter der Hohenstaufischen Zeit preiset uns schon hochrühmendKölns Maler und ihre Werke *, spätere Deutsche Zeitbücher thun ihrermit dem grösten Lobe Erwähnung **. Ausgezeichnet waren vor allenDeutschen Landen Kölns Glasmaler, wie uns noch einzelne ihrer Werkebezeugen. Aber ihre Namen, wie die Namen der Kölnischen Maler, sindmit der Zeit verschollen.

Kölns Ciselirer und Gold- und Silberarbeiter waren schon in der letztenHälfte des zwölften Jahrhunderts berühmt, ihre Meisterwerke zierten Kir-chen und Klöster, prangten in den Prunksälen der Grofsen.

Was Kölns Künstler in der Baukunst, in Bildhauerei, der reichen ZierdeDeutschen Baustyls, leisteten, davon liefert Kölns Dom den schönsten Be-weis; Kölner Meister bauten am Mailänder Dom, und am Dom zu Burgosin Spanien. Es war auch ein Kölner, der den Strafsburger Münsterthurmnach eignem Plane vollendete.

Das gesellige Leben stand im Mittelalter in Köln höher, denn irgendin einer andern Deutschen Stadt, Nürnberg und Augsburg vielleicht aus-genommen.

Als aber die alten Formen der Deutschen Reichsverfafsung mit den Fort-schritten der Französischen Revolutionsheere einstürzten; als Köln 1794auch von den Franzosen eingenommen wurde; als endlich nach dem Frie-den von Amiens die Stifter und Klöster aufgehoben wurden, da war es um

Vergl. Kap. II, S. 87.

Liraburgcr Chronik, im Jahr 1380.

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