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KÖLN,
Köln ist auch der Ort, wie wir gelegentlich schon angeführt haben *wo der reichste Schatz von alten Gemälden, Kirchenzieraten und anderenKunstsachen ist aufbewahrt worden; und wenn diese Stadt durch ihr Alter-thum und ihre geschichtlichen Erinnerungen berühmt ist; wenn sie als einnoch lebendes Zeugnis der vormaligen Herrlichkeit des Katholicismus da-steht: so ist sie nicht minder berühmt durch die Kunst. Viele jener Denk-male des Geschmacks und der Bildung des alten Deutschen Kaiserreichssind dieser Stadt entrifsen und zerstreuet: aber sie bewahrt derselben nochgenug, um zu beweisen, dafs sie gegen Ende des vierzehnten und zu An-fange des fünfzehnten Jahrhunderts der Mittelpunkt einer höchst bedeuten-den Maler- und Bildhauer-Schule war; welche arbeitsamen und bescheide-nen Leute damals zu einer Handwerkszunft vereinigt waren, aber nun-mehr, nach unseren neuen Benennungen und Eintheilungen, mit Recht denNamen Künstler in Anspruch nehmen dürften, und auch heute noch, ange-sichts der Hervorbringungen der neuern Kunst, diesem Namen Ehre ma-chen würden.
Mehrere öffentliche und Privatsammlungen bewähren, dafs der Kunstsinnund die Theilnehmung für vaterländische Denkmäler sich noch gegenwärtigunter den Einwohnern Kölns erhalten haben.
Ich habe mich in dieser Stadt nicht lange genug aufgehalten, um selberdas Verdienst ihrer lebenden Künstler und der neuen Hervorbringungenihrer Kunst zu beurtheilen: aber ich meine, hierüber in dem RheinischenProvinzialblatt des Jahres 1835 ** vom Dr. J. Nöggerath anziehende undzuverläfsige Mittheilungen gefunden zu haben.
Indem ich hier einen Auszug derselben vorlege, vertrete ich keineswe-ges alle Urtheile, welche darin enthalten sind.
* Kap. II, S. 85.** Bd. II, S. 27 tf.