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DÜSSELDORF, LANDSCHAFTER.
Scheurens Bilder in Wafserfarben sind mit Geist und kecker Hand ge-malt; man möchte sagen, er habe die Kunstgriffe der Französischen undEnglischen Maler dieser Gattung kennen gelernt: indessen ist es ohne ihreHülfe, dafs er sich eine so grofse Fertigkeit erworben hat.
Ich meine nicht, dafs Düsseldorf'der Schauplatz sei, welcher seinemTalent am meisten zusage. Will er der Landschaft getreu bleiben, so würdeer in Holland die fruchtbarsten Studien machen. Der Geschmack des Pu-blikums in Holland, minder poetisch als in Deutschland,, liebt vor allenmalerische Wirkung, breite und leichte Behandlung, genaue Nachahmung,ja ich möchte sagen Abschrift der Natur; die Holländischen Maler fafsenden Gesammteindruck einer Landschaft richtig auf und geben ihn mit Ver-stand und Wahrheit wieder, ohne, sich viel um die Wahl des Gegenstan-des zu kümmern. Wenn Scheuren dagegen sich zur Genremalerei hinge-zogen fühlt, so glaube ich, ist es Italien und sind es L. Roberts Werke,die ihn am meisten begeistern würden. Es ist schwer, ihn schon jetzo,jung und lebhaft wie er ist, zu beurtheilen, und die Richtung voraus zusehen, welche sein Charakter und sein Talent nehmen werden: aber mankann nicht verkennen, dafs schon die ersten Jahre seiner Künstlerlaufbahnsehr begründete Hoffnungen erwecken. Ein glänzender Ruf könnte ihmaufbehalten sein, und scheint sogar nur von ihm selber abzuhängen} vonseinem Eifer und von seiner Ausdauer.