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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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HNE Bedenken kann man wohl als all-gemeinen Grundsatz annehmen, dafs die Geschichtsmalereiihre Darstellungen nicht aus der Gebärde oder Gesichts-bildung eines käuflichen Modells schöpfen, sondern sichdes letzten nur bedienen soll, die Ideen auszudrücken;ihre Gegenstände müfsen aus der Einbildungskraft hervor-gehen; sie müfsen ihrem Wesen nach poetisch sein; derAusdruck der Gestalten mufs idealisirt sein. Unter diesenBedingungen allein kann der Geschichtsmaler auf der Höhedieses Theiles der Kunst sich erhalten, welcher mit Rechtals der edelste betrachtet wird. In der That wird manniemals in einem Modelle Leidenschaften hervorrufen. Manwird nimmer aus einem Lastträger in kunstgerechter Stel-lung einen Herkules machen; und ein dürftiger Jude, dersich von den Ufern der Weichsel nach Düsseldorf verirrt hat, und den derMangel zu bestimmten Stunden auf den Modellstuhl führt, wird nimmereinen Propheten oder Apostel würdig vorstellen, wie lang und weifs übri-gens auch sein Bart sei. Aber ist es nicht erlaubt, zu zweifeln, dafsdieselben Vorschriften auch auf die Landschaftsmalerei anwendbar sind?Wenn ich hierüber eine Meinung äufsern sollte, so würde ich sagen, dafs