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DUSSELDORF, GENREMALER.
denen, die am meisten von diesen Feldern frei sind. Sein Talent hat dieUnbefangenheit und Anmuth der Kindheit. Ich habe von ihm nur Gemäldein Wafserfarben gesehen, und er hat bisher keine anderen gemacht: aberin dieser Art kenne ich nichts Befseres. Der beigefügte Steindruck, wel-cher nach einem Gemälde im Besitze der Kronprinzefsin von Preufsen ge-macht ist, wird Reuterns eigenthümliche Naturgabe anschaulicher erkennenlafsen, als es die umständlichste Beschreibung vermöchte. Sein Zeichen-buch ist das Anziehendste und Merkwürdigste, so man sehen kann. Ichliebe sonst seine Landschaften weniger, aber selbst in diesen hier gewahrtman mit Vergnügen die Hingebung des Künstlers, jene reiche und reineQuelle, welche tiefe Eindrücke hervorbringt, auch wenn sie nicht durchausdem Geschmacke genügt. Reutern ist Genremaler, aber er ist es auf eineandere Weise, als die meisten gegenwärtig lebenden, welchem Lande sieauch angehören mögen.
Reutern kann übrigens nicht als ein Mitglied der Düsseldorfer Schulebetrachtet werden: aber er befindet sich gegenwärtig in dieser Stadt, under gehört durch Sprache und Abstammung dem Deutschen Volke an. Ichschätze mich glücklich, ihn hier aufführen zu können, ohne die Gränzenzu überschreiten, welche ich meinem Werke vorgezeichnet habe; und erverdient zuverläfsig, unter denjenigen genannt zu werden, deren Talentunser Zeitalter ehrt; unter denjenigen, die da bewähren, dafs wir so zu sa-gen in einer Luft leben, welche Künstler hervorbringt und ausbildet, unab-hängig von den Anstrengungen der Regierungen und von dem Einflufse derAnstalten. Unser Zeitalter hat in dieser Hinsicht eine merkwürdige Ähn-lichkeit mit dem Ende des fünfzehnten und dem Anfange des sechzehntenJahrhunderts.'
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