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DUSSELDORF, GESCHICHTSMALER.
Erfurt im Jahr 1187 den Kaiser Friedrich I, der ihn zu Chiavenna (1175)vergeblich um Hülfe flehte, ebenso fufsfällig um Gnade bitten mufste. Dasandere Gemälde ist die Demüthigung der Mailänder vor demselben Kaiser,von ihnen Barbarossa genannt, nach der Eroberung im Jahr 1162. Diesletzte Bild läfst vielleicht hinsichts der Anordnung etwas zu wünschenübrig, aber in Hinsicht des Styls und des Ausdruckes der Gestalten hates keine Vergleichung zu scheuen; und was die Farbe betrifft, so hat manvon Frescomalerei noch nichts so Glänzendes gesehen. Die WandgemäldePinturicchio's in der Sakristei des Doms von Siena scheinen mir die einzi-gen, welche in eben dem Maafse, obgleich auf andre Weise, eine solcheGlut der Farben zeigen: diese sind übrigens keine wahren Fresken. Wirfügen hier einen Kupferstich dieses schönen Werkes bei, welches dem Ma-ler eiüen unbestreitbaren Ruhm sichert.
Mücke hat kürzlich sich eine Zeitlang in Rom aufgehalten; bei seiner Heim-kehr hat er bedeutende Bestellungen empfangen. — Mücke steht in der Blüteder Jahre: sein Antlitz, fern von aller Blödigkeit, verkündigt eine grofseLebhaftigkeit; man liest in seinen Augen das Bewufstsein der schon gehab-ten Erfolge und die Zuversicht auf seine Zukunft. Er ist einer von denen,welche der Schadowschen Schule die meiste Ehre machen.
Es ist hier wohl der Ort, von den prächtigen Wandgemälden aus derGeschichte des grofsen Hohenstaufischen Kaisers Friedrich Barbarossa zureden, welche das Schlofs Heitorf zieren, und unter denen, nach meinemGefühl, Mücke's Heinrich der Löwe die erste Stelle einnimmt. Dem Gra-fen von Spee verdanke ich folgende kurze Nachricht:
»Stürmer aus Berlin, des Directors Cornelius Schüler, hat im Jahr 1825das erste Gemälde angefangen, und es im Jahr 1826 vollendet; dieses Bildstellt die Versöhnung Kaiser Friedrichs Barbarossa mit dem Papst Alexan-der auf dem Marcusplatze in Venedig dar "*.
Die übrigen Gemälde tlmn diesem hier Eintrag und verdunkeln es: es ist zwar gut ge-
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zeichnet, aber die Gestalten sind hart und die Farbe schmutzig
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