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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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DÜSSELDORF, GESCHICHTSMALER.

Düsseldorfer Akademie genannt, und es ist nicht zu fürchten, dafs er sichnicht auf solcher Höhe erhalten werde. Unabläfsig bemüht, mit sei-nen Mitbewerbern gleichen Schritt zu halten, kennt er weder Neid, nochHochmuth; auch hat es ihm nie am ehrenvollsten Beifalle gemangelt. Erliebt die Kunst leidenschaftlich, und widmet sich ihr mit höchstem Eifer.Von sanftem Gemüth und gefühlvollem Herzen,. ist er, wie ich glaube, fä-hig, sich niederschlagen zu lafsen, oder sich zu erhitzen: aber durch alleseine Gemüthsbewegungen blickt eine Unbefangenheit und Herzensgüte her-vor, welche die Aufregungen, denen er sich manchmal hingiebt, liebens-würdig macht. Wenn ich es wagen dürfte, ihm einen Rath zu geben, sowürde ich ihn auffordern, Düsseldorf nicht zu verlafsen. Die Berührungmit Schadow und den grofsen Malern dieser Akademie ist ihm schon soheilsam gewesen und wird nicht aufhören, es zu sein. Er mufs viel mehrgegen die Theilnahme, welche er so gut einzuflöfsen weifs, auf seiner Hutsein, als gegen die Mitbewerbung und Kritik; jene ist häufig gedankenlos,unvorsichtig, blind, die Kritik dagegen, wie ich sie zu Düsseldorf kennengelernt habe, kann demjenigen nur förderlich sein, den sie betrifft.

VI.

HEINRICH MÜCKE AUS BRESLAU.

Er gehört ausschliefslich der Schadowschen Schule an. Seine erstenWerke, Narcifs, die Heilige Genoveva, Eginhard und Emma, obschonrecht ausgezeichnet durch die. Lebhaftigkeit der Farben und die Lieblich-keit der Gestalten, vermochten gleichwohl noch nicht allgemein das vor-ragende Talent zu verkündigen, welches er später in seinen Wandgemäl-den im Schlofse des Grafen Spee zu Heitorf bei Düsseldorf entfaltete.Diese Bilder, deren Cartons zu Berlin in den Jahren 1828 und 1832 ge-sehen wurden, stellen dar: wie Heinrich der Löwe auf dem Reichstage zu