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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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DÜSSELDORF, DIE AKADEMIE, SCHADOW.

geschichtlichen Sinn und scheint unvollständig; die andre begreift und um-fafst die Kunst in ihrer wahren Wesenheit.

Es sei mir vergönnt, noch in wenigen Worten die unterscheidendenEigenschaften der Düsseldorfer Schule in ihrer Gesammtheit zusammenzu-fafsen, und damit das Gemälde derselben zu beschliefsen.

Die Weisheit, die Mäfsigung des Meisters, sein Einflufs auf alle Schü-ler, die Einwirkung der Schüler auf einander, vor allen Lessings Bei-spiel, haben eine Übereinstimmung der Grundsätze und eine Gleichartig-keit hervorgebracht, welche auf den ersten Blick die Düsseldorfer Gemäldeunterscheiden läfst. Die Farbengebung dieser Schule hat einen eigenthüm-lichen Charakter, mehr harmonisch als glänzend, am häufigsten sfumato.Man entdeckt darin allgemeiner und öfter die Reinheit und Tiefe des Ge-fühls, als die Kraft und die Grofsheit; wenn diese Maler sich stark undgrofs zeigen, so sind sie es ohne die republikanische oder theatralischeAufgeblasenheit und Übertreibung. Sie halten sich näher an der Natur, alsan der Antike; sie sind wahr, gewifsenhaft, mühsam, niemals verwegenoder anmafsend. Das Gefühl, das Schwärmerische, Schwermüthige, dietiefen Eindrücke lafsen überall ihren Einflufs wahrnehmen: es sind Dich-ter, die reine Gefühle einflöfsen, und bescheiden bleiben mitten in ihrenglücklichen Erfolgen.