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UMWANDLUNGEN DER KUNST
CHRISTUS UND DIE APOSTEL. ALTES KÖLNER BILD.
Geschnitten von Neuer in München.
Diese Ähnlichkeit und dieser gemeinsame Ursprung waren eben so leichtzu erkennen, wie die Verschiedenheit, welche zwischen eben diesen Ge-mälden, und den Gemälden einer späteren Zeit besteht, als durch Van Eyckdie Kölner Schule ein eigentümliches Gepräge erworben hatte.
Es war vor allen im Jahr 1806, dafs die drei Freunde eine grofse An-zahl Gemälde entdeckten, welche das Kennzeichen des Byzantinischen Ein-flufses an sich trugen und sichtlich aus derselben Zeit und in derselbenArt gemalt waren, wie das Gemälde der Rathskapelle. Dieses ist die Über-gangszeit aus der überlieferten und herkömmlichen Griechischen Malerei desMittelalters zu der freien und natürlichen Malerei der Deutschen. Goethenennt dieses Gemälde mit Recht den Zenith der Kunst: in der That ver-dient es bemerkt zu werden, dafs auf demselben viele Gestalten noch her-kömmliche Bildung und Ausdruck haben, während andere schon gründlicheNachbildung der Natur zeigen. Es steht hier in Steindruck abgebildet.