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1 (1836) Düsseldorf und das Rheinland : mit einem Anhange: Ausflug nach Paris
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UND DES GESCHMACKS.

den alten Italienischen Malern zeigt *; aber eine glückliche Ähnlichkeit,welche aus den innigsten Gefühlen des Künstlers hervorgegangen ist. DerStyl des Heinrich Hefs in den Wandgemälden der Schlofskapelle zu Mün-chen erinnert an die Mosaiken des späteren Kaiserreichs; wobei jedochbemerkt werden mufs, dafs Hefs ungern dieses Gepräge seinen Bildern auf-drückt, und dafs nur der Wille des Königs und der Styl des Gebäudesihm diese Nothwendigkeit auferlegt haben.

Hermann zu München ist gegenwärtig vielleicht der einzige Maler vonbedeutendem Ruf in Deutschland, bei welchem die Neigung zum Alterthüm-lichen, der trockene Umrifs, die Steifheit der Stellungen eine üble Vorliebegeworden sind: dafs aber der von ihm angenommene Styl nicht der Stylder Schule ist, bewährt sich am besten dadurch, dafs seine Freunde undGenofsen, bei aller Anerkennung seines vorragenden Talents, es bedauern,ihn dieser Richtung folgen zu sehen.

Man trifft diese Neigung viel häufiger bei den Genremalern: aber warumsollte man es ihnen zum Verbrechen machen? Dem Altertümlichen ge-neigt sein, ist noch befser, als es hafsen oder es verspotten: es hafsenist weder schön, noch edel; es verspotten ist zu gemein geworden, umnoch von gutem Geschmacke zu zeugen.

Übrigens wenn man sich überzeugen will, in welchem Maafse die Ma-lerei in Deutschland sich von allen Hemmnissen frei gemacht hat, wie weitsie im Allgemeinen gegenwärtig von jeder Übertreibung dieser Art ent-fernt ist, so gehe man nach Düsseldorf, und man wird sehen, dafs für dasHaupt der dortigen Schule und für die grofsen Künstler, welche ihn alsihren Meister anerkennen, die Einbildungskraft und das Gefühl die Quelleder Begeisterung ist, und dafs sie zur Darstellung ihrer Eingebungen nurdie Natur zu Rathe ziehen.

Es würde schwierig sein, den Antheil zu bestimmen, welchen die

* Wenn wir zu der nähern Würdigimg Overbecks gelangen, werden wir sehen, dafs dieseRichtung weder seinen Gemälden, noch seinem Ruhme geschadet hat.

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