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„Drob L>chwanwitt Zorn im Herzen trug,Sie gab des Kaisers Frau das Leben,
Und einen harten, schweren FinchHört' ich von ihren Lippen beben:
„„Weil er getban, was nimmer Recht,Wird sich sein Reich auch bald zerspalten.Ein Einz'ger nur aus Karls GeschlechtKann seine Macht zusammen halten.
Ein Siegfried wird der Recke sein,Dem muß die Meermaid sich verbinden,
Er wird dann in dem tiefen RheinDen Hort der Nibelungen finden.
Der Wunderring kehrt auch zurück.
Den einst Turpin im See geborgen,
Damit erwacht das höchste GlückIhm wie der Sonne Licht am Morgen.Ihm huldiget die ganze Welt,
Die ihn zum Herrscher aufgestellt.
„„Dann wird er stürzen Christenmacht,Und Wodans Bilder neu erheben.
Dann wird auch Herka in der SchlachtMit den Walküren ihn umschwebenSie hilft ihm finden Zio's Schwert,
Er schwingt es in der Feinde Schaaren;Wie Blitzeölicht die Saat verzehrt,
So wird er durch die Lande fahren.
Doch erst erprob' ich seine Treu,
Ob lauter auch und ächt sein Lieben,
Ob er der Gattin würdig sei —
Drum lege sie der Jahre siebenVor ihm den Stamm, dem sie entsproß,Des Wasserreiches sichtbar Zeichen,
Und fragt er sie, so wird vom SchloßIm Augenblicke sie entweichen.
Denn wen nicht zwingt die Leidenschaft,Hat nicht zum großen Werk die Kraft.
„„Der Schwanring ist von Wielands Gold,Wer ihn besitzt, wird mächtig werden.
Ihm sind die alten Götter holdSie machen ihn zum Herrn der Erden.
Band Frauen Zauberliebe d'ran,
Die über's Grab noch immer währet,
So wird durch ihn dem besten MannVon Wodan hohes Glück bescheeret.
Er ist der Preis, um den er wirbt,
Das Ziel, auf das sein Aug' gewendet,
Er machet, daß er nimmer stirbt,
Daß nie der Jugend Prangen endet.
Wenn er die Probe wohl bestand,
Wird ihm sein Weib das Kleinod bieten,
Doch mag, wenn es einmal entschwand,
Er wohl sein Haus vor Leid behüten:
Bald sinkt es, wie ein dürrer Ast,
Der von der Hand des Sturms erfaßt.""
- Das that mir einst die Eiche kundIn ihrer Blätter ernstem Rauschen,
Ich ruhte still im WaldesgrundVoll Freude dem Bericht zu lauschen.
Wie Glockenklang herüberweht,
Wenn schon des Abends Schatten steigen,
Und fromme Menschen zum GebetIhr Haupt vor den Altäre neigen!
So klang der Märe freundlich Wort.
Bald kehrt' ich zu der stillen Stelle;
Was ich vernahm an jenem Ort,
? Was mir geflüstert halt' die Quelle,
Was mir die Waldesblume leis',
Mit ihren Kelchen zugeläutet,
Und was ich aus der Vögel Weis'
> Für Wundersagen mir gedeutet,
Das barg ich all' in meiner Brust,
> Ich künd' es euch voll hoher Lust.
Der kluge Fischer.
Neu erzählt von Fabricius.
Einstmals lebte ein alter und armerFischer, welcher kaum so viel verdiente, umseine kleine Haushaltung zu versorgen. Waser den Tag über arbeitete, brachte seine Frauam andern Morgen zu Markte und kaufte fürden Erlös die nöthigen Lebensmittel für denkleinen Hausstand.
Nun wollte aber schon seit acht Tagen
das Glück dem armen Fischer nicht mehr.Nichts hatte er gefangen und der Vorrath imHause ging auch zu Ende. Da saß er nuneines Abends tief betrübt am Ufer und merktees gar nicht, daß schon die Nacht hereinbrach!Heute aber wollte er nicht heinikommen ohneBeute und noch einmal warf er das Netz aus— aber vergebens. Wieder zog er nichts als