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herausgebcn, um das er Eckenbrechts ErbinArgcntilla schmählich betrogen habe.
Alst aber, der auögekundschaftet hatte,daß Havclok Unglück zur See gehabt habeund nur mit einer kleinen Mannschaft gekom-men sei, verhöhnte die Boten und zog sofortmit seinem ganzen Heere gegen Carleflur, umsich, wie er sagte, den Cuaran wieder einzu-fangen.
Der Kamps begann und wurde sehr hitziggeführt, denn jeder Däne mußte für zehnMann kämpfen. Also wurde cs Abend unddennoch kam es zu keiner Entscheidung. BielAlsische waren gefallen, aber auch die meistenDänen, so daß Havclok nur noch ein geringesHäuflein bei sich hatte, als wegen der Dunkel-heit die Schlacht eingestellt werden mußte.
Da benutzte er eine Kriegslist und ließin der Nacht viel große Pfähle schneiden.Diese wurden reihenweise in die Erde gestecktund alle gefallenen Dänen daran aufgestellt,so daß sic Lebenden ähnlich sahen. Jedemgab man eine Streitart so in die Hand, alsob sie eben in den Kampf rennen wollten.
Havclok selbst stellte sich vor diesem Toblen-hecre mit seinem Häuflein auf und erwarteteso den Morgen.
Alst wollte auch sofort die Schlacht wiederbeginnen. Als aber seine Ritter alle diegefallenen Dänen wieder aufrecht und kamps-gerüstct sahen, da standen ihnen die Haare vorGrausen zu Berge, sic verloren den Muth undriethcn vom Kampfe ab. Alst selbst bebteüber den unerwarteten Anblick und wollteFrieden bieten und Geißeln schicken.
So war Havclok aber nicht gemeint. Erstürzte mit den beiden jungen Grims und einer-kleinen erlesenen Schaar auf Alst ein und hattesich bald durch dessen Leibknappen zu ihmdurchgeschlagen. Alst focht wie ein Verzweifelter,wurde aber so getroffen, daß er für todt zu-sammcnbrach. Damit war der Sieg errungen,Alst's Männer gaben sich gefangen, die Feldhcrrnwurden gebunden wcggeführt, die Truppenentwaffnet und in ihre Heimath entlassen.
In Kurzem hatte Havelok die Zügel derRegierung in Händen. Alste war wieder zusich gekommen/sah aber bald ein, daß er anseinen Wunden sterben würde, weshalb er umVerzeihung und Gnade bat, bevor er stürbe,die gewährte ihm Havelok auch, worüber Alstso gerührt wurde, daß er Argcntilla, da erselbst ohne Leibeserben war, zur Erbin seinesReiches einsetzte.
Dann starb er. Und so kamen damalsalle Lande von Holland bis Gloccster unterdänische Herrschaft und machten zusammen eingroßes Reich aus.
Havelok aber lebte mit Argcntilla nochviele Jahre in Glück und Segen und theiltevor seinem Tode die Lande unter seine beidenältesten Söhne, woher cs gekommen ist, daßdie Länder hernachmalö nicht mehr ein Reichausmachten.
Und seine Regierung war eine so glorreiche,daß die dänischen Sänger viel schöne Liederdarüber gemacht haben. Der Ort aber, woer endlich starb und auch mit Argcntillabcigcsetzt wurde, batte damals den NamenBin de sic.
Frau Halle und ihre Katze.
Aiirchc» von »!'. Joh. Nep. Vogl.
(Rs war ein heißer Sommertag, dieSonne sendete ihre glühenden Pfeile senkrechtauf die nach Regen lechzende Erde, als fünfwegesmüde Wanderer am Abhange des Meisner-berges ausruhten, welcher sieben Stunden vonEassel sein Haupt bei 2484 Fuß über dieMeeres fläche erhebt.
Es war ein Landmann aus Reichenbach,mit seinem Weibe, und seinen drei Kindern,einem Mädchen von eilf und zweien Knabenvon fünf bis sieben Jahren.
Ter Alte hatte Bündel und Stecken hin-geworfen, und sich auf den dürren Grasbodengestreckt, über welchen eine riesige Buche, anderen bemoosten Stamm sein Eheweib und dieKinder Platz genommen hatten, ihren kühlenwohlthätigen Schatten breitete.
Uf! rief Germar, so nannte sich derAlte, indem er sich den strömenden Schweißvon der Stirne wischte, das ist ein saurer Weg.
Ja wohl, fügte sein Weib hinzu, und