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[1] (1857)
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Seinem Befehl: fort laufen, das müssen sie; schlage den Feld HerrnDu mir nun, Horniß! Greif' du ihn an am empfindlichsten Orte,

Welchen der Narr uns selbst angab ... und die Mücke verrathen;

Siehe, da herrscht er vom Sattel herab, weiß-glänzend im Sonnenschein!"

Sehr leicht sprach er damit als König den letzten Befehl aus,

Zweifelnd, wagend und bang: ob die'List auch glücklich gcriethe,

Wenn ihm die Horniß zuvor umkam! und niedergelassenHatte der Adler sich schon in der Näh' auf ragender FichteZur Einnahme des Thrones;und Beherrschten gilt ja der Herr gleich.Da schoß lustig die Horniß hinauf; dann hinaus in den LüftenGrade bis über den Feldherrn drunten. Da schwebte sie, sah sie:

Ein Schwarm wüthiger Bienen befiel zur Rache den Bär jetztFür manch offenen Raub, und zerstach ihm die Augenlider,

Die dick schwollen und thränten; nnd mit der gedunsenen NaseSucht' er sich Rath am Boden im Volk; mitleidige ReheKlopften die Bienen vom Leib' ihm ab, mit den Läufen wie Stecken,

Daß ihm der Pelz dumpf scholl von den gütigen Schlägen der Helfer.Laut da belacht ihn der Fuchs; doch es sollt' ihm schlimmer ergehen!Denn ihm flog und schlich und setzte die Horniß sich leiseUnter den prachtvoll weißen und buschigen glänzenden Fuchsschwanz,

Ihm ganz nah an das heimlich verborgene Ende des Fuchses,

Prüfte den Ort erst leis zu dem Stich, und stach ihn zum Lautschrein,Daß ihm der Athem verging, ohnmächtig zu weitern Befehlen.

Als er das Bein nur, vor schmerzen erhob, da vermeinten sie freudig:Jetzo beginnt er zu tanzen! Die Schlacht ist uns nun gewonnen!"

Doch wie die Horniß zum zweiten ihn stach, jetzt senkt er den Fuchsschwanz;Zuckend erschraken sie da, des Befehls vor der Schlacht sich erinnernd:Klemm' ich den Schwanz ganz ein, da entlauft! da ist alles verloren!"Und jetzt stach sie zum dritten ihn, ganz unertragbar dem Feigling.Jämmerlich kniff er den Schwanz da sich ein, fest unter die Beine,Flüchtete auf das Kamel zum Bär; doch die Horniß am LeibeSprang er hinab zur Erde, da unter das Volk sich zu retten,

Wohin Jeder sich rettet, der nicht mehr droben es aushält.

Plötzlich verstümmle der Schlachtlürm ganz; still ward das Gefilde;

Laut Schlachtorder entflöhe das Heer, jedoch Schritt vor Schritt nur...Gingen die Pferd' und Ochsen in Schritt durch, stolz, ehrwürdig;

Auch so die Böck' und Ziegengesellschaftöweise"; die EselRückten vom Schlachtfeld ab, vom Herrn Hauptescl geführt, stumm.

Aber der Fuchs, er erweckte die Hunde sich wie aus dem Schlafe,

Und laut wurden sie wider ihn selbst, den geliebtcsten Feind ja!

Und sie verfolgten, erwischten am Schwanz ihn, zerzausten, zerrissenHeilig ihn, wär' sein Freund Bär nicht sein Engel geworden.

Jetzt da die Hirsche, die Reh' und die Hasen zu laufen begannen,

Liesen die Hunde denn frei: doch gewohnt von sonst der Verfolgung,

Kam das Gelüste der Jagd neu über sie, blind vor noch Andrem.

Jagd macht Lust zum Krieg und gesteinet die Herzen zum Morde.

Also entbrannte die Flucht mit der Furcht und die Jagd mit dem Wettlauf,Und so beschloß sich die Schlackt in der Jagd und mit großem Halleli.Andre zum Laufen zu bringen, nur das ist der Gipfel der Kriegskunst."Draus abblicsen die Esel die Jagd. Da verhallt' es im Walde.

Alle erstarrten. Sie standen; besannen sich gleich SchlafwandlernAus den betäubenden Träumen erwacht und schämten sich klüger,

Jeder sich selbst, und alle vor Allen. Das war ein Geschäme,

Gähnen und Dehnen, sichArm'-einrenken und Beine";

Und als ob nur Alles zu Schimpf und Scherze gewesen,