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Rechne das Leben du nickt: was mehr einbringe? was minder?

Fühle das Leben du! fühl' es für Freund I und fühl es für dein Volk!"

Und nun meint' er im Sinne: Die Hab' ich genug nun belämmert

Mit mir gegebener Macht, Ansehn und würdiger Hoheit

So, als war' nur ich Herr der Gerechtigkeit! Und so sprach er:

,,Flieg', mein Mückchen, zu Wald' und horch wo die Rathenden sitzenUnd wo der Fuchs sitzt! Ueber den setze dich, unter das Blatt nah'.

Viel zu dumm zwar ist der voraus ausschwatzende Feldherr,

Was er zu thun vorhat, und verrathen dann einmal geschehen wird,

Aber er hat doch Rhum sich erprahlt bei seinen Bcstaunern;

Dennoch höre genau auf das scharf: was da der Fuchs sagt!

Und das bring' mir im Köpfchen zurück, daS so winzig und sterblich,

Dennoch so Vieles umfaßt, daß es kein Volk Lerchen je aussingt.

Nimm dich vor Schwalben und Meisen in Acht auf dem heimlichen Hinflug,

Wo du noch nichts werth bist, jedoch mir ein Schatz aus dem Herflug!

Und so war der, bis heut grundredlichste Vogel geflogen,

Hatt' im Wald still über den Fuchs und unter das nächsteLindenblatt sich gesetzt; jedoch zu spät kommend auf Umweg',

Hatte sie nur noch gehört wie der Fuchs zu den Führern gesprochen:

....Also das merkt: mein Schwanz ist so gut wie die theuerste Fahne;

Halt' ich ihn hoch, dann stehet es gut, dann hauet mit Muth drein;

Senk' ich den Sckwanz, da verdoppelt dieWuth, daß den Kampf ihr mir herstellt!Aber, hm! kneif' ich den Schwanz ganz ein, klamm zwischen die BeineDann ist alles verloren! Dann lauft und rettet das Leben!

Kein Erschlagener kann je wiederum kommen fechten,

Aber wer tapfer davon läuft, kann's... wenn ihm ja noch das Fell juckt."

Dieß Wort hatte die Mücke dem Könige treu nun verrathen.

Aber die fliegende Maus darauf hatte zurück vom Pallaste

Nur als geheimstes Munkeln gebracht; leis habe der König

Nichts als Eine, nur eine der Hornissen zu sich befohlen

(Diese gewönn' ihm die Schlacht) und thäte die Horniß es ja nicht

Würden die Bremsen es thun; und er Hab' unermeßliche SchwärmeMückengewiß: um die Sonne damit zu verfinstern

Ja, Krimmlinge, die Stecher, die Kleinen, zu viel Millionen

Alle zum Tag' nach morgen, dem heimlich erwähleten Schlagtag',

Weil er an diesen dem Adler getäuscht und das Reich sich gewonnen.

Ganz im Geheimesten habe die Königin auch nach der klugenFrau, nach der Wiesel, der Here mit blutigen Augen, die Vieh heilt,

Aengstlich gesandt, daß genau sie die Kinder ihr Prüfe, die noch nichtAßen, und sage: wie lange sie wohl noch zu hungern vermöchtenOhne zu sterben? denn sonst eh' wollte sie Frieden erknieen,

Und als Bettlerin aus dem Pallast fort zu dem gemeinenVolk Schneekönige gehn, und Schnee ausschnickern im Lande.

Und mit verbissenem Zorn nur hatte die Here gescholten,

Was vonNuppeln" gemurmelt und leidigen Trost ihr gegeben.

Dann noch die Unke, gemein nur im VolkFrau Unger" gerufen,

Hatte gemeint: zwar äße sie lang nichts... etwa nur Stein-Schweiß-Gar nichts aber, das sei doch zu wenig;... der Kinder ihr liebesPulschen, das geh' sehr matt, und picke nur kaum wie das liebeTodtenwürmchen! Doch soll' ein Kind bei Ruthe!ein Vater das LebenNicht aufgeben, so lang'er dock essen noch könnt' ; und das Essen doch ja nicht,

So lang' Einem der Schnabel noch aufsteb'... oder sogar vielTausenden weit aufsteh', und die Zunge, die liebe, noch züngle.

Hätten doch Alle zu essen, die gern' was hätten! und hätten