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[1] (1857)
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Mir schmeckt, narrisch genug: Reh! . - . jung-süßfleischiges LämmchenSelbst das Zerreißen, es schmeckt mir besonders, das weißt du von dir schon!Tag und Nacht nachtrottelnd dem Wild, das ich ruhig ermüde.

Kein so Erbärmlicher als ein Hungriger! Nichts ist er, gar nichts;

Aber was wird ein Satter sogleich! Das gewahr' ich an Dir, Bär!

Aber du hörst nicht, Vetter! Du leckst nur denkend das Maul stumm.Wovon sollen wir reden? Es spricht ein Jeder am liebstenUnd am weisesten von den ihm eignen, ihm geltenden Dingen;

Niemand gackert so klug wie die Henne, dem Küchlein Weisheit."

Und ihm bestätigte gnüavoll brummend die Rede der Bär so:

Ja! nun bin ich ein Mann! ja ich seh' erst recht! und ich höre . . .Höre da droben was lispeln und flüstern in Wipfeln und seh' nichts,Und doch klingt es so fein! Was mag das nur sein? O Wer wohl!Wahrlich ich bin ein Bär, doch da möcht ich doch weinen! ich habeNoch mein Lebtag nimmer geweint, denn Bären geziemt Stolz

Und jetzt bin ich Verweser des Reichs, da der König hinweg zog.

Doch wer weint, der wird ein Kind, und wär er der Tiger."

Und leis sagt' ihm der Vetter :Da singt ein glücklicher Vater!

Singt ein glücklicher König der Herr Schnee-König der VögelAller, so viele die Lüste beschweben, die Wolken besteigen,

Drunten die Wasser beschwimmen, das federnbekleidete Volk dasSelber der Gigak-schreienden Gäns' und der schnatternden Enten;

Und voll sitzt ihm daheim der Pallast mit der Königin-MutterVoll Schnee-Prinzen und Schnee-Prinzessinnen, sorglos um Pathen,

Denn in unserem Volk und in seinem ist Taufen nicht Mode."

Und in Gebrumme vertieft, sprach stutzend der Bär zu dem Wolf nur:König!"I, ja," so erklärt ihm der Wolf:Ja, so heißt erso ist er'sUeber den Schnee nur zuerst, den er wahrhaft weiß zu verkünden,

Und wer Eins nur verkündigen kann, weiß Alles, vermeint man,

Wer nur klug ist in Einem, erscheint kein Dummer in Allem;

Wahn kommt Allen zu gut, und den Wähnenden selber am tollsten.Scheust du dich nicht, nun so führ' ich dich zum Schneekönigspallaste!"

Was man doch Alles erlebt, und was da die Sonne bescheinet,"

Sprach da der Bär zu sich selbst im Herzen, und trieb ihn begierigAls Wegweiser voraus ihm zu gehn und folgte ihm zottelndTiefer zu Wald, auf lieblich im Wandeln verwandeltem Teppich,

Welcher die Sonne die Zweig' und Wipfel der wehenden BäumeHell durchscheinend webte, so leis und leis ihn hinwegnahmUm ihn schöner zu weben und Augenverblendender immer.

Endlich erschien ein Bach und dabei ein prächtiger Eichbaum

Da ist des Herrn Schneekönigs Pallast und feiner Gemahlin,"

Flüsterte ehrfurchtleise der Wolf, stillstehend im Schatten.

Das da: die Eiche nur?" fragte der Bär.Nein, rechts da, der Ast nur,"Zeigte der Wolf.Wie, der Ast nur ?" staunte der Bär. Und der Wolf sprach:Nein, nur'chas Loch da im Ast."Nur das Loch da ?" verstummte der Bär ganzNein, da das Nest nur im Loch, statt Kleiderschrank da das SäckchenNur an der Wand mit dem Schmuck und Kleidern zum Festtag.

Schadet das Etwas, Bär? Ist nicht dein Auge so klein auchUnd doch so kostbar, dir hochehrwürdig dem Wald ja dem Land gleich!" Redete zu dem Verstummten der Wolfund knieest du auch nichtNieder, als Bär nicht knieensgewohnt, noch Betens und Singens,

So wie im Dome der Eiche die Vögel dem Könige singen,

O so verneige dich doch, und sieh nicht hin; denn da kommenHerr Schneekönig und Frau Schneekönigin, Futter im Schnabel