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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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Seite
781
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Von

mm Wertzoglhümem

VtelMmererändcrun-ven/dlePir,ma und Pia-ren^aus^e,statt ven.

Ae städte Parma und Piacen-zaoderPlacetttia/welchenach

der zeit zweyen Hertzogthümern ihre nahmen gegeben/hatten vor alters die (Zallozeis - spinös zu einwohnern /gelangeten aber A. M. ZM unter der Römer/A. C. s68 unter der Longobarden / und A. 774unter der Francken botmäßigkeit/ bey welchergclegcnheit sie die Teutschen Kayser zu ihrenOber - Herren bekamen. Allein es wäh-rete nicl^r lange/so strebeten sie wie anderestadte in^Jtaiien nach der freyheit / hiel-ten es inzwischen bald mit den Kayftrn/ baldmit den Pabsten/ nachdem das glück entwe-der diesen oder jenen fugte. Kays ^riclencuskatbttroll'a belagerte die stadt Parma zweygantzerjahr hindurch / und muste zuletzt mitgrosser einbüße wieder abweichem Nach derHand sind beyde stadte die braut gewesen/wor-um sich unterschiedliche geschlechter in Italienmit einander gekampelt/ biß endlich nach vie-len revolutionen die Hertzoge von Maylandso wohl aus dem Hause Visconti/ als aus demhäuft 5K)rtia darüber meister blieben. Wieaber A. 1499 die Frantzosen das Mayländi-fche in besitz nahmen/ geriethen ihnen auchParma und Piaeenza nebst ihren zugehörun-gen in diehan.de/ nach deren Vertreibung derPabst sich zwar solcher anmajftte/ dennoch aberleiden muste/ daßK. Franciftusivon Frank-reich A. isis dieselben wieder occupirte. Insolchem stände blieb es biß A. l 521/ da die Fran-tzosen völlig aus Italien verjaget wurden/unddenen Pabsten die erwünschte gelegenheit zu-stieße / beyde landschafften / unter dem vor-wand/ daß selbige allemahl vor pei-tmenz-stü-cke des Kirchenstaats waren gehalten worden/sich zu zueignen. Kays. Carl v mochte nundarzu sauer sehen wie erwolte/ so behielt derPabstl. stuhl doch recht / und ließ diese landedurch gewisse Gouverneurs administriren/bißA. is45/ da solche zu Vergrößerung des Farne-sischen Hauses dienen musten.

Das hohe geschlecht derer vonFarnese/t,au,Ä"Fa?- welches diese Herksgthümer und darzu gehöri-ge. ge lande besitzet/ führet den nahmen von Far-nelo/einem schloß in Hetrurien/her/ und hatdas aufnehmen und erhöhung am allermeistendem pabste Paulo ill oder karnesei

einem söhne ?etri^lo^liiksrnele und soanellen/äi Lermonetta, UUs deN NachkommenPabstsbonilaeuVUl zu dancken/welcher seinett

Hohes her-kommen des

natürlichen so^n ?etrum karnese zu

erst mit LZttro, hernach mit Lamermo undpe, und an dieser beyder statt im I. C.ls45 mitden Hertzogthümern Parma undpjacen-za als geistlichen und kirchen-lehn belie-hen / und das hauß hierdurch zur Fürstlichen Erster Her,ckgmtät und nicht geringen macht erhoben hat-» ^PenusAlan rühmet unter denen vorfahren dieses Aloysius.Fürstlichen Hauses Herrn Petern k^rnels»Herrn;u?arnew. welcher des Päbstlichen HofsGeneral gewesen / und Rapser Henrichen lllvonOrvictomit Heeres-macht abgetrieben ha-ben soll. Ein ander gleiches nahmens hat un-ter Pabst k^lebali li dergleichen Generalat be-dienet/ und Orbirello tepariret. Dessen söhn/

Herr pruclentius,Bürgermeister zu Orvietv undWider Rapser Friedrichen 1 Feld - Haupt-mann gewesen. Von dessen clescenclenten leb-te zun zeiten Pabsts Herr l<3inutius,welcher nicht allein das Generalat über die vonSiena und Florentz / sondern auch über diePabstl. trouppen geführet/ und die ehre ge-habt/ von dem Pabst mit der geweiheten gülde-nen rose beschicket zu werden. Er war einvater vorerwehnten Ucm der Pabstfsulum ül gezeuget.

Ermeldten ersten Hertzog zu Parma haben Wird alsseine unerträgliche lasier und tyranney bey der s"Noblesse und gesummten unterthanen dermas-sen verhaßt gemacht/daß sich eine conssjraüonwider ihn erhoben/deren haupter waren GrafJohann von ^Nßuilcioltt und L2Mlllu5 pttllz-vicino,welche ^u^ulrinum »Grasen zU

Loinplttno) und ^0tz>ann (-onsalo-

wers zu ihrer partey gezogen : dieweil Nun derHertzog sich wider Kayser Carln V mit König.Henrichen in Franckreich verbunden/ und dieGenueftr in der Frantzoftn Hände zu liefernvorgenommen/kam ihm der KayftrlicheStadt-halter zuMeyland/Ferdinand Gonzaga/zuvor/und ließ ihn A. H47 den io Sept.zu Piacenzadurch vorermeldte zustimmen geschworne er-würgen/worauf dieser ort von den Kayserli--chen eingenommen/ Parma aber im nahmendes Pabstes mit mannschafft befttzet wurde.

Nachdem aber des entleibten Fürsten söhn/

Hertzog Oökaviuz zu Parma/ des Kaysers na-türliche tochter/Margarethen/ desGroß-Heryogs Alexanders Zu Florcny nachgelas-sene frau Wittben undnachmahligeGubernan-tin der Niederlande/zur Gemahlin bekommen/und dadurch demKayftr/alsHcrrnSchwäher/wieder ausgesöhnet worden/ ist er zwar A. issoFff sf Z von